Botswana, Simbabwe & Südafrika Rundreise: Route, Safari & Tipps
Als ich vor ein paar Wochen wieder nach Hause gekommen bin, wurde mir ständig dieselbe Frage gestellt: „Und… wie war Afrika?“ Und ehrlich? Ich wusste nie so richtig, was ich darauf antworten sollte.
Wie fasst man eine Reise zusammen, bei der man morgens von Tiergeräuschen geweckt wird, abends unter einem unglaublichen Sternenhimmel am Lagerfeuer sitzt und zwischendurch Elefantenherden dabei beobachtet, wie sie durch einen Fluss ziehen?
Botswana, Simbabwe und Südafrika haben mich auf eine Art beeindruckt, die ich vorher nur schwer beschreiben konnte. Natürlich waren die Safaris unglaublich. Tiere in freier Wildbahn zu sehen, war ein absoluter Kindheitstraum.
Aber diese Reise war so viel mehr.
Sie bestand aus Begegnungen mit Menschen, Geschichten über Artenschutz, Nächten mitten in der Wildnis, Sonnenuntergängen, bei denen plötzlich alles ganz still wurde, und einer internationalen Gruppe, mit der ich all diese Momente teilen durfte.
Gerade das hat diese Reise für mich so besonders gemacht.
Denn auch wenn ich normalerweise am liebsten alleine unterwegs bin und meine Reisen selbst plane, liebe ich es zwischendurch immer wieder Gruppenreisen zu machen und direkt mit Leuten zu connecten. Und rückblickend hätte ich sie mir für genau diese Route nicht anders gewünscht.
In diesem Artikel nehme ich euch mit auf meine Rundreise durch Botswana, Simbabwe und Südafrika. Ich zeige euch unsere Route, teile meine persönlichen Highlights, viele Reisetipps und erzähle, warum diese Reise für mich zu den schönsten gehört, die ich bisher machen durfte.
Botswana, Simbabwe & Südafrika
Die Route im Überblick
Unsere Route führte uns in knapp zwei Wochen durch Botswana, Simbabwe und Südafrika:
- Khama Rhino Sanctuary (Botswana)
- Okavango Delta (Botswana)
- Chobe National Park (Botswana)
- Victoria Falls (Simbabwe)
- Matobo National Park (Simbabwe)
- Krüger Nationalpark (Südafrika)
- Johannesburg (Südafrika)
Jeder dieser Orte hatte seinen ganz eigenen Charakter. Vom Rhino Tracking zu Fuß über traditionelle Mokoro-Fahrten im Okavango Delta bis hin zu Leoparden und Löwen im Krüger Nationalpark war die Reise eine perfekte Mischung aus Safari, Natur, Kultur und Begegnungen mit den Menschen vor Ort.

Warum ich mich für eine Gruppenreise mit G Adventures entschieden habe
Wer mir schon länger folgt, weiß wahrscheinlich, dass ich sowohl Solo-Reisen als auch Gruppenreisen liebe. Beides hat für mich seinen ganz eigenen Reiz und ich entscheide je nach Reiseziel, was besser passt.
Und für diese Route durch Botswana, Simbabwe und Südafrika war für mich schnell klar: Ich möchte die Reise mit G Adventures machen.
Warum?
Die drei Länder sind riesig. Zwischen den einzelnen Nationalparks und Highlights liegen oft viele Stunden Fahrt und einige Orte, wie das Okavango Delta, sind logistisch deutlich aufwendiger zu erreichen als viele andere Reiseziele.
Deshalb habe ich mich bewusst für eine 18to30something-Tour mit G Adventures entschieden.
Nicht, weil ich nicht alleine reisen wollte.
Sondern weil ich meine Zeit lieber damit verbringen wollte, Elefanten zu beobachten oder den Geschichten der lokalen Guides zuzuhören, anstatt Transfers, Unterkünfte und Abläufe zu planen.
Alleine angereist. Mit neuen Freunden zurückgekehrt.
Noch viel mehr schätze ich aber etwas anderes:
Man reist zwar oft alleine an, ist aber vom ersten Tag an Teil einer Gemeinschaft. Die Begeisterung zu teilen, morgens gemeinsam um 5 Uhr für die Safari aufzustehen, abends am Lagerfeuer zusammenzusitzen oder sich nach einer unglaublichen Sichtung einfach nur anzuschauen und zu wissen, dass gerade alle dasselbe denken – genau diese Momente machen für mich eine Gruppenreise aus.
Über zwei Wochen hinweg entstehen Gespräche, gemeinsame Erinnerungen und sogar Freundschaften.
💡Kurz erklärt: Was ist eine G Adventures 18-to-Thirtysomethings Reise?
Wie bereits erwähnt war ich auf einer 18-to-Thirtysomethings Reise von G Adventures unterwegs. Aber was bedeutet das eigentlich?
🌍 Internationale Gruppen
Bei meiner Reise waren wir eine bunt gemischte Gruppe aus verschiedenen Ländern und genau das hat die Reise für mich so besonders gemacht.
👋 Nicht nur für Solo-Reisende
Viele reisen alleine an, aber genauso waren Freunde und Paare dabei. Vom ersten Tag an entsteht eine tolle Dynamik, weil alle mit derselben Motivation unterwegs sind: gemeinsam die Welt entdecken.
🎂 Alter
Offiziell richtet sich der Reisestil an 18-to-Thirtysomethings. In unserer Gruppe waren wir zwischen 22 und 39 Jahren und das hat hervorragend funktioniert. Viel wichtiger als das Alter war die gemeinsame Lust auf Abenteuer.
🎒 Aktiver Reisestil
Der Fokus liegt auf Erlebnissen statt Luxus. Übernachtet wird je nach Tour in Hotels, Lodges, Hostels oder auch mal im Bush Camp oder Zelt.
❤️ G for Good Momente
Ein Highlight für mich waren die Begegnungen mit lokalen Projekten. Durch die Zusammenarbeit mit Planeterra unterstützt G Adventures soziale und nachhaltige Initiativen direkt vor Ort.
💰 Budgetfreundlicher Reisestil
Die Reisen sind darauf ausgelegt, Abenteuer für junge Reisende erschwinglicher zu machen. Viele Leistungen wie Unterkünfte, Transfers und ausgewählte Aktivitäten sind bereits organisiert und inklusive.
✈️ Weltweit unterwegs
Der Reisestil ist nicht nur in Afrika verfügbar. G Adventures bietet über 180 Touren auf nahezu allen Kontinenten an.

Auf ins Abenteuer: Tag für Tag durch Botswana, Simbabwe & Südafrika
Nach den ersten Kennenlernmomenten in Johannesburg ging es endlich los. Vor uns lagen knapp zwei Wochen voller Safari-Abenteuer, beeindruckender Landschaften, langer Fahrtage und unvergesslicher Begegnungen.
Kommt mit und begleitet mich Tag für Tag durch Botswana, Simbabwe und Südafrika.

🚛 Unterwegs mit dem „Lando“
Während der Rundreise waren wir mit einem speziell für Overland-Touren ausgestatteten Truck unterwegs.
Das erwartet euch:
- Klimaanlage
- Bequeme Sitze
- USB-Ladeanschlüsse an jedem Platz
- Trinkwasser an Bord
- Viel Stauraum für Gepäck
- Große Fenster für Tierbeobachtungen
- Gemeinsame Fahrt mit der gesamten Gruppe
- KEINE Toilette – dafür gabs aber immer Toiletten oder BushiBushi Stopps – selbst dafür war im Bus alles da (Toilettenpapier, Mülltüte, Desinfektion, …)
Die Straßen sind nicht überall asphaltiert und gerade in Botswana oder Simbabwe wird es teilweise ziemlich holprig. Für mich gehörte genau das aber zum Abenteuer dazu.
Khama Rhino Sanctuary: Der perfekte Start in Botswana
Kaum in Botswana angekommen, wartete bereits das erste Highlight auf uns: das Khama Rhino Sanctuary.
Ich war unglaublich gespannt. Die erste Safari einer Reise ist immer etwas Besonderes, weil man nie weiß, was einen erwartet. Schon nach kurzer Zeit entdeckten wir Zebras, Antilopen und Gnus. Für mich war das der Moment, in dem ich realisiert habe: Jetzt bin ich wirklich in Afrika.
Und dann war er da: unser erstes Nashorn in freier Wildbahn. Und das auch noch unglaublich nah.
Was für ein Auftakt. Plötzlich stehen die Tiere nicht mehr nicht mehr in einem Buch oder einer Dokumentation vor einem, sondern direkt vor den eigenen Augen.
Das Schutzgebiet wurde ursprünglich gegründet, um die stark bedrohten Breit- und Spitzmaulnashörner zu schützen. Heute zählt es zu den wichtigsten Nashorn-Schutzprojekten Botswanas und zeigt, wie eng Naturschutz und nachhaltiger Tourismus miteinander verbunden sein können.
Mein Tipp
Auch wenn später noch spektakulärere Safaris folgen: Genießt jede Safari ganz bewusst. Dieses Gefühl, Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen, vergisst man nie. Und zieht euch warm an – die Morgen- und Abend-Safaris können überraschend kalt werden.



Okavango Delta: Das Highlight meiner Botswana Reise
Wenn ich mich für ein Highlight der gesamten Reise entscheiden müsste, wäre es das Okavango Delta.
Schon zum Start durfte ich mir einen kleinen Traum erfüllen: einen Helikopterflug über das Delta. Die Tour war optional buchbar und ja, ich musste kurz zweimal nachrechnen, ob ich mir das leisten möchte. Rückblickend kann ich sagen: Es war jeden Cent wert! Und mal ehrlich, wer kann schon sagen, er hat eine Heli-Safari gemacht?
Aus der Luft wurde erst richtig sichtbar, wie riesig und einzigartig das Okavango Delta ist. Unzählige Wasserarme schlängeln sich durch die Landschaft, dazwischen Palmen, kleine Inseln und immer wieder Wildtiere. Zu wissen, dass wir genau dort am nächsten Tag unterwegs sein würden, hat die Vorfreude nur noch größer gemacht. Elefanten, Giraffen, Hippos und unzählige andere Tiere aus der Perspektive zu sehen ist schon grandios.



Am nächsten Morgen geht es dann im Jeep tiefer ins Delta. Unser Zuhause für die Nacht: ein einfaches Bush Camp, mitten in der Natur.
Allein das war schon ein Abenteuer. Nach Einbruch der Dunkelheit durften wir unser Zelt nur noch in Begleitung verlassen und selbst tagsüber war die Wildnis zum Greifen nah. Während des Mittagessens lief plötzlich ein Elefant direkt am Camp vorbei. Spätestens da wurde einem bewusst, dass wir hier wirklich nur Gäste in der Natur waren.
Am Abend stiegen tauchen wir Jeep gegen Mokoro, ein traditionelles Einbaumkanu, und glitten lautlos durch die schmalen Wasserkanäle. Unser Ziel war ein Hippo Pool, an dem wir vor Sonnenuntergang Flusspferde beobachten konnten.
Wir versteckten uns im hohen Gras und beobachteten die Tiere aus sicherer Entfernung. Es war einer dieser Momente, in denen niemand etwas sagte. Man hörte nur die Natur, das Wasser und hin und wieder das Schnauben der Flusspferde.



Chobe National Park: Wo Elefanten den Ton angeben
Der Chobe National Park beheimatet eine der größten Elefantenpopulationen der Welt. Schätzungen zufolge leben hier über 100.000 Elefanten.
Unser absolutes Highlight war die Bootssafari auf dem Chobe River.
Und schon nach kurzer Zeit wurde klar: Diesen Ruf hat er absolut verdient.
Am ersten Abend ging es für uns zum Sonnenuntergang auf eine Bootssafari auf dem Chobe River. Statt über staubige Pisten zu fahren, gleitet man ganz ruhig am Ufer entlang und beobachtet die Tiere aus einer völlig neuen Perspektive. Immer wieder entdeckten wir Flusspferde, Krokodile, unzählige Vogelarten und natürlich Elefanten.
Zu sehen, wie sie im Fluss standen, Wasser tranken und mit ihren Rüsseln nach Pflanzen tauchten, war einfach faszinierend. Später entdeckten wir dann eine riesige Herde direkt am Ufer. Ein Moment, bei dem ich am liebsten einfach nur sitzen geblieben und weiter zugeschaut hätte.




Am nächsten Morgen klingelte der Wecker noch vor Sonnenaufgang.
Früh aufzustehen lohnt sich auf Safari fast immer und auch dieses Mal wurden wir belohnt. Während unserer Pirschfahrt begegneten wir unter anderem Giraffen, Büffeln, Warzenschweinen, Impalas und vielen weiteren Tieren. Mit etwas Glück entdeckten wir sogar einen Löwen, der perfekt versteckt im Gebüsch lag und ohne unseren Guide wohl kaum zu erkennen gewesen wäre.


Victoria Falls in Simbabwe
Nach den vielen Safari-Erlebnissen wartete mit den Victoria Falls ein völlig anderes Naturhighlight auf uns.
Die Victoria Falls gehören zum UNESCO-Welterbe und zählen zu den größten Wasserfällen der Welt. Auf einer Breite von fast zwei Kilometern stürzt der Sambesi bis zu 108 Meter in die Tiefe. Nicht umsonst tragen sie auch den ursprünglichen Namen „Mosi-oa-Tunya“, was übersetzt „Der donnernde Rauch“ bedeutet. Schon aus der Ferne sieht man die riesige Gischtwolke über den Wasserfällen aufsteigen.
Im Gegensatz zu den vorherigen Stopps konnten wir unseren Tag hier ganz individuell gestalten. Es gibt unzählige Möglichkeiten, die Victoria Falls zu erleben, sodass jeder seinen Aufenthalt ganz nach den eigenen Interessen planen kann.
Ich habe mich zuerst für den optionalen Helikopterflug entschieden. Aus der Luft wurde mir erst richtig bewusst, welche gewaltigen Ausmaße die Victoria Falls haben. Die riesige Schlucht, der Sambesi und die scheinbar endlose Gischtwolke ergeben ein Bild, das man vom Boden aus niemals komplett erfassen kann.
Anschließend ging es für mich zu Fuß in den Nationalpark. Und genau dort wurde deutlich, wie sehr das Erlebnis vom Wasserstand abhängt.
Während meines Besuchs führte der Sambesi besonders viel Wasser. Die Gischt war so intensiv, dass wir an einigen der bekanntesten Aussichtspunkte die Wasserfälle kaum oder teilweise gar nicht sehen konnten. Stattdessen standen wir mitten in einer riesigen Wolke aus Wassertröpfchen und wurden innerhalb weniger Minuten komplett nass.
Klingt im ersten Moment vielleicht enttäuschend, war es aber überhaupt nicht. Im Gegenteil: Erst dadurch wurde mir klar, warum die Victoria Falls auch „Der donnernde Rauch“ genannt werden. Die Kraft der Wassermassen konnte man nicht nur sehen, sondern vor allem hören und spüren.
Rückblickend war ich deshalb besonders froh, den Helikopterflug gemacht zu haben.



Mögliche Aktivitäten vor Ort
Je nach Budget und Interessen könnt ihr euren Aufenthalt ganz unterschiedlich gestalten:
- Helikopterflug über die Victoria Falls
- Rafting im Sambesi
- Spaziergang entlang der Wasserfälle (Sowohl in Simbabwe als auch Sambia)
- Safari oder Bootstour im Zambezi National Park
- Ziplining oder Bungee Jumping von der Victoria Falls Bridge
- Devil’s Pool (je nach Wasserstand geöffnet)
- Sunset Cruise auf dem Sambesi
- Uvm.
💚 G for Good : Lusumpuko Women’s Club
Gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation Planeterra unterstützt G Adventures weltweit lokale Projekte, die nachhaltigen Tourismus fördern und den Menschen vor Ort langfristige Perspektiven schaffen. Im Rahmen unserer Reise besuchten wir den Lusumpuko Women’s Club. Hier schaffen Frauen durch Handwerkskunst und gemeinschaftliche Arbeit ein eigenes Einkommen und profitieren direkt vom Tourismus.
Hier in Victoria Falls heißen die Frauen internationale Reisende willkommen und bereiten traditionelle Gerichte zu, die schon ihre Mütter und Großmütter gekocht haben.
Mit den Einnahmen können die Frauen nicht nur ihre Familien unterstützen, sondern auch wichtige Gemeinschaftsprojekte finanzieren.
Für mich war das ein schönes Beispiel dafür, wie Tourismus einen echten Mehrwert schaffen kann, wenn die Menschen vor Ort direkt davon profitieren.

Matobo National Park: Nashörner, Felsmalereien und Bushmen
Der Matobo National Park war für mich eines der größten Highlights der gesamten Reise. Nicht nur wegen der Tierwelt, sondern vor allem wegen der Geschichten, die wir dort hören durften.
Bevor wir überhaupt auf die Suche nach den Nashörnern gingen, erfuhren wir viel über ihren Schutz und die Herausforderungen, denen Schutzgebiete bis heute gegenüberstehen.
Besonders erschreckend fand ich zu hören, welchen Wert Nashornhörner auf dem Schwarzmarkt noch immer haben und dass Wilderei trotz zahlreicher Schutzmaßnahmen weiterhin ein großes Problem ist. Unser Guide erklärte uns, warum Ranger-Patrouillen, Überwachung und in manchen Regionen auch das Enthornen Teil des Schutzkonzepts sind. Mir wurde dabei noch einmal bewusst, dass Artenschutz weit mehr bedeutet, als Tiere zu beobachten. Er braucht Menschen, die sich jeden Tag dafür einsetzen, dass diese Tiere auch für zukünftige Generationen eine Chance haben.
Beeindruckt hat mich auch, welche Vorsichtsmaßnahmen vor Ort getroffen werden. Bevor wir losgingen, mussten wir alle Standortdienste an unseren Handys deaktivieren. Der Flugmodus allein reichte nicht aus. Uns wurde erklärt, dass man so verhindern möchte, dass Aufenthaltsorte der Nashörner über Standortdaten nachvollzogen werden können. Allein diese Maßnahme hat gezeigt, wie ernst der Schutz der Tiere genommen wird.
Anschließend machten wir uns gemeinsam mit erfahrenen Rangern zu Fuß auf die Suche nach den Nashörnern. Wir folgten ihren Spuren, bis wir schließlich zwei schlafende Nashörner entdeckten.
Ganz ruhig lagen sie nur wenige Meter vor uns zwischen den Büschen. Kein Zaun, keine Absperrung. In diesem Moment wurde mir erst richtig bewusst, wie privilegiert wir sind, solche Tiere überhaupt noch in freier Wildbahn erleben zu dürfen.


Nach dem Rhino Tracking ging es mit dem Jeep weiter durch die beeindruckende Granitlandschaft des Matobo National Parks. Zwischen den markanten Felsformationen besuchten wir eine Höhle mit jahrtausendealten Felsmalereien der San, auch als Bushmen bekannt. Die Zeichnungen erzählen vom Leben der ersten Bewohner des südlichen Afrikas und gehören heute zum UNESCO-Welterbe. Unser Guide lernte, wie sie früher Spuren gelesen, gejagt und im Einklang mit der Natur gelebt haben. Es war faszinierend zu sehen, wie viel Wissen sie über Tiere und Pflanzen bis heute haben.
Zum Abschluss führte uns ein kurze Wanderung auf einen Aussichtspunkt hoch über den Nationalpark. Während wir über die endlose Landschaft blickten, musste ich unweigerlich an König der Löwen denken. Für einen kurzen Moment habe ich mich tatsächlich ein bisschen wie Simba gefühlt.



Krüger Nationalpark: Leoparden, Löwen und die letzte Safari
Nach den vielen unvergesslichen Erlebnissen in Botswana und Simbabwe stand mit dem Krüger Nationalpark unsere letzte Safari bevor. Irgendwie verrückt, wie schnell zwei Wochen vergehen können. Gleichzeitig war die Vorfreude riesig, denn der Krüger zählt zu den bekanntesten Nationalparks der Welt.
Schon die Fahrt zu unserem Camp führte mitten durch den Park. Eigentlich war sie nur als Transfer gedacht, fühlte sich aber fast wie eine kleine Safari an. Immer wieder entdeckten wir Elefanten, Giraffen, Zebras und große Antilopenherden. Ein Vorgeschmack auf den nächsten Tag.
Noch vor Sonnenaufgang klingelte der Wecker. Vor uns lagen neun Stunden Safari und natürlich hofften wir alle, noch einmal die großen Katzen zu sehen. Auch nach mehreren Safaris haben wir längst nicht alle Tiere gesehen. Und genau das macht die Wildnis für mich aus. Es gibt keine Garantie auf eine Sichtung und genau deshalb fühlt sich jede Begegnung so besonders an.
Und tatsächlich ließ das erste Highlight nicht lange auf sich warten. Hoch oben in einem Baum lag ein Leopard mit seiner Beute – ein Anblick, den wohl jeder Safari-Fan einmal erleben möchte. Unser Guide erklärte uns, dass Leoparden ihre Beute häufig in Bäume ziehen, um sie vor Löwen oder Hyänen zu schützen.


Im Laufe des Tages begegneten wir außerdem Löwen, Elefanten, Giraffen, Büffeln, Flusspferden, zahlreichen Antilopen und unzähligen Vogelarten. Trotzdem gehört auf Safari immer auch Geduld dazu. Manchmal fährt man eine ganze Weile, ohne ein einziges Tier zu sehen. Genau das macht die besonderen Sichtungen aber so wertvoll.
Einer der eindrucksvollsten Momente war eine Löwenfamilie, die mitten auf der Straße ging. Innerhalb kürzester Zeit bildete sich ein langer Stau. Anders als in vielen anderen Nationalparks sind im Krüger nämlich auch zahlreiche Selbstfahrer unterwegs.
Leider konnten wir dabei auch beobachten, dass sich nicht alle Besucher rücksichtsvoll verhielten. Manche versuchten sich vorzudrängeln oder den Tieren möglichst nah zu kommen. Umso dankbarer war ich für unseren Guide. Er wusste genau, wann es Zeit war weiterzufahren, anstatt den perfekten Moment erzwingen zu wollen.
Genau das hat für mich eine gute Safari ausgemacht: Es geht nicht darum, möglichst nah an die Tiere heranzukommen. Sondern darum, ihr Verhalten zu beobachten und ihnen den Raum zu lassen, den sie brauchen.
Als wir am Abend ins Camp zurückkehrten, wurde mir bewusst, dass dies unsere letzte Safari gewesen war. Ein Gedanke, der mich ehrlich gesagt ein bisschen traurig gemacht hat.
Denn egal, wie viele Tiere wir in den vergangenen Tagen gesehen hatten: Ich hätte wahrscheinlich noch stundenlang dort sitzen und einfach weiter beobachten können.
Mein Tipp
Geht mit möglichst wenigen Erwartungen auf Safari. Es gibt keine Garantie für Tierbeobachtungen und genau das macht sie so besonders. Genießt auch die ruhigen Momente, hört eurem Guide zu und nehmt euch Zeit, das Verhalten der Tiere zu beobachten. Oft sind genau diese Augenblicke die, an die man sich noch Jahre später erinnert.





Johannesburg: Ein bewegender Abschluss unserer Reise
Nach unserer letzten Safari kehrten wir zurück nach Johannesburg. Den Abend ließen wir gemeinsam bei einem Abschiedsessen in Sandton ausklingen. Irgendwie verrückt, wie schnell aus einer Gruppe fremder Menschen innerhalb von zwei Wochen echte Freundschaften entstehen können.
Mein Tipp
Falls Johannesburg euer Start- oder Endpunkt der Reise ist und ihr etwas Zeit mitbringt, kann ich euch einen Besuch im Apartheid Museum sehr empfehlen.
Nach all den beeindruckenden Naturerlebnissen war das noch einmal eine ganz andere Seite Südafrikas. Das Museum erzählt die Geschichte der Apartheid auf eindrucksvolle und zugleich bewegende Weise. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir bereits der Beginn des Rundgangs: Beim Ticketkauf wird man zufällig einer Kategorie zugeteilt und betritt das Museum entweder durch den Eingang für „White“ oder „Non-White“. Schon nach wenigen Minuten bekommt man eine Ahnung davon, wie absurd und ungerecht dieses System gewesen sein muss.

Mein Fazit: Würde dich diese Reise noch einmal machen?
Wenn ihr bis hierhin gelesen habt, könnt ihr euch die Antwort wahrscheinlich schon denken: Ja. Sofort.
Afrika ist einfach so ein faszinierender Kontinent und egal, wie oft man schon eine Safari gemacht hat, es ist immer wieder ein Highlight. Natürlich waren die Tierbegegnungen absolut unvergesslich. Löwen in freier Wildbahn, riesige Elefantenherden, Nashörner aus nächster Nähe oder lautlos mit dem Mokoro durch das Okavango Delta zu gleiten, sind Erlebnisse, die ich nie vergessen werde.
Aber das ist längst nicht alles, was ich von dieser Reise mit nach Hause genommen habe.
Es waren die Gespräche über Artenschutz im Matobo National Park. Die Ruhe im Okavango Delta. Die riesigen Elefantenherden im Chobe National Park. Die gewaltigen Victoria Falls. Die bewegende Geschichte Südafrikas im Apartheid Museum. Und vor allem die Menschen, die ich unterwegs kennenlernen durfte.
Natürlich gehört bei so einer Rundreise durch Botswana, Simbabwe und Südafrika auch längere Fahrtage dazu. Die Entfernungen zwischen den einzelnen Highlights sind enorm. Für mich waren genau diese Stunden im Overland-Truck aber ein wichtiger Teil der Reise. Es wurde gelacht, Reisegeschichten ausgetauscht und genau dort sind wir als Gruppe immer mehr zusammengewachsen.
Auch deshalb war die Entscheidung, diese Reise mit G Adventures zu machen, für mich genau die richtige. Ich musste mich um nichts kümmern, konnte mich voll auf die Erlebnisse konzentrieren und habe gleichzeitig Menschen kennengelernt, mit denen ich all diese besonderen Momente teilen durfte.
Alleine angereist. Mit neuen Freundschaften und unzähligen Erinnerungen zurückgekehrt.
Wenn ihr schon länger von einer Safari im südlichen Afrika träumt und nicht nur möglichst viele Tiere sehen, sondern auch die Länder, ihre Kultur und die Menschen dahinter kennenlernen möchtet, kann ich euch diese Route von Herzen empfehlen.
Sie hat mich zum Staunen gebracht, zum Nachdenken angeregt und mich immer wieder fasziniert.
Und eins ist sicher: Das war definitiv nicht meine letzte Reise nach Afrika.
Lust auf dein eigenes Reise-Abenteuer?
Diese Rundreise war bereits meine zweite Reise mit G Adventures und wahrscheinlich nicht meine letzte.
Wenn euch das Reisekonzept genauso gut gefällt wie mir, lohnt sich ein Blick auf die vielen weiteren Touren weltweit. Ob Afrika, Südamerika oder Asien – überall stehen authentische Erlebnisse, kleine Gruppen und Begegnungen mit den Menschen vor Ort im Mittelpunkt. Vielleicht ist ja genau euer nächstes Abenteuer dabei.

Praktische Reisetipps für eure Botswana, Simbabwe & Südafrika Rundreise
Beste Reisezeit für Botswana, Simbabwe & Südafrika
Die Jahreszeiten sind denen in Europa entgegengesetzt, da sich Botswana, Simbabwe und Südafrika auf der Südhalbkugel befinden. Das bedeutet: Von September bis April ist Sommer und gleichzeitig Regenzeit, während Mai bis August als Winter und Trockenzeit gelten.
Grundsätzlich gilt die Trockenzeit als die beste Reisezeit für Safaris. Da viele Wasserstellen austrocknen, sammeln sich die Tiere an den verbliebenen Wasserquellen und lassen sich häufig besonders gut beobachten.
Ich selbst war im Juni unterwegs und würde diese Reisezeit jederzeit wieder wählen. Die Temperaturen waren tagsüber angenehm warm, morgens und abends konnte es – vor allem auf den offenen Safaris – allerdings überraschend kühl werden. Eine warme Jacke solltet ihr deshalb unbedingt einpacken.
Im Juni kann das Gras stellenweise noch etwas höher sein als in den späteren Trockenmonaten. Trotzdem hatten wir unglaublich viele und teilweise spektakuläre Tierbeobachtungen. Wenn ihr den Fokus ausschließlich auf möglichst viele Safari-Sichtungen legt, gelten August bis Oktober oft als die besten Monate. Durch die anhaltende Trockenheit versammeln sich die Tiere dann an den wenigen verbliebenen Wasserstellen. Besonders im Okavango Delta und Chobe National Park entstehen dabei beeindruckende Szenen.
Die Victoria Falls verändern sich je nach Jahreszeit ebenfalls stark. Während nach der Regenzeit gewaltige Wassermassen in die Tiefe stürzen und die Gischt die Sicht teilweise verdeckt, kann man in den trockeneren Monaten die beeindruckende Schlucht und die gesamte Breite der Wasserfälle oft besser erkennen. Ich war während einer Phase mit noch recht hohem Wasserstand dort – spektakulär, aber an einigen Aussichtspunkten konnten wir die Wasserfälle kaum sehen.
Kosten einer Rundreise durch Botswana, Simbabwe & Südafrika
Wie viel eine Rundreise durch Botswana, Simbabwe und Südafrika kostet, hängt natürlich von eurem Reisestil, der Reisedauer und den gewünschten Aktivitäten ab.
Ich habe mich für die 18-to-Thirtysomethings Rundreise von G Adventures entschieden. Den aktuellen Tourpreis findet ihr direkt auf der Website von G Adventures, da dieser je nach Saison und Reisedatum variieren kann. Im Grundpreis waren bereits viele Leistungen wie Unterkünfte, die meisten Transfers, Nationalparkgebühren, ausgewählte Safaris sowie fast alle Mahlzeiten enthalten.
Zusätzlich solltet ihr jedoch noch Budget für optionale Aktivitäten und persönliche Ausgaben einplanen.
Zusätzliche Kosten, die bei mir angefallen sind
- ✈️ Internationaler Flug mit Turkish Airlines via Istanbul: ca. 750 € (gebucht Jan. 2026)
- 🚁 Helikopterflug über das Okavango Delta: 330 USD
- 🚁 Helikopterflug über die Victoria Falls: 200 USD
- 🛥️ Bootssafari im Chobe National Park (optional, je nach Tour)
- 🦁 9-stündige Safari im Krüger Nationalpark (optional)
- 🌊 Eintritt zu den Victoria Falls: 58 USD
- 📱 SIM-Karte bzw. eSIM (ich nutze auf allen meinen Reisen Holafly genutzt)
- ☕ Getränke (z. B. Cola ca. 1 €, Cappuccino ca. 2–3 €)
- 🛍️ Souvenirs
- 💵 Trinkgelder für Guide, Fahrer und lokale Teams
- 🛂 Visa (je nach Nationalität und Reiseroute)
- 🚖 Uber in Johannesburg (Flughafen ↔ Sandton): ca. 12 €
Preisstand: Juni 2026
💡 Gut zu wissen
Die meisten optionalen Aktivitäten müsst ihr nicht vorab buchen. Wir konnten uns während der Reise ganz spontan entscheiden, worauf wir Lust haben. Das fand ich super, denn oft ergibt sich erst vor Ort, welche Ausflüge die Gruppe gemeinsam machen möchte oder worauf man persönlich besonders Lust hat.
💰 Trinkgelder nicht vergessen
In Botswana, Simbabwe und Südafrika gehören Trinkgelder für Guides, Fahrer und lokale Teams zum Reisealltag und machen am Ende durchaus einen spürbaren Betrag aus. Plant dafür von Anfang an ein eigenes Budget ein.
Empfehlung von G Adventures:
- CEO (Guide): 5–8 USD pro Person und Tag
- Lokale Guides: 2–3 USD pro Person und Tag
- Safari-Guide/Fahrer: 2–3 USD pro Person und Tag
- Restaurant: 10–15 %
- Mokoro-Poler im Okavango Delta: 50–100 BWP

Was ich auf Safari nicht mehr missen möchte
- Fernglas
- Teleobjektiv/Kamera (ich hatte die OM5 Mark II von Olympus dabei mit einem M.Zuiko 100-400mm F5.0-6.3 IS II sowie 12-40mm F2.8 PRO Objektiv.
Wenn ihr Interesse an der Kamera habt, schreibt mir gerne. Ich kann euch einen 10% Gutscheincode zusenden) - warme Jacke
- Buff und Mütze für Morgensafaris
- Powerbank
- Stirnlampe fürs Campen
- neutrale Kleidung (mit dem Code „abenteuermomente-20“ spart ihr 20% bei Maier Sports)
Häufige Fragen zur Rundreise durch Botswana, Simbabwe & Südafrika
Ist die Reise auch für Alleinreisende geeignet?
Definitiv. Viele in unserer Gruppe waren alleine unterwegs. Gleichzeitig reisten aber auch Paare oder Freunde mit. Gerade diese Mischung hat für eine tolle Gruppendynamik gesorgt.
Ist die Reise auch für Afrika-Einsteiger geeignet?
Ja, absolut. Für viele in unserer Gruppe war es die erste Reise nach Afrika. Durch die organisierte Route, die erfahrenen Guides und die kleine Gruppe konnte man sich ganz auf das Erlebnis konzentrieren, ohne sich um die Logistik kümmern zu müssen.
Welche Tiere kann man sehen?
Je nach Jahreszeit und Park natürlich unterschiedlich. Wir konnten unter anderem Löwen, Leoparden, Nashörner, Elefanten, Flusspferde, Giraffen, Büffel, Zebras, Krokodile, Wildhunde sowie unzählige Antilopen und Vogelarten beobachten. Versteift euch nicht auf die Big5 – es gibt so viele andere tolle Tiere zu sehen.
Wie sind die Unterkünfte?
Die Reise ist bewusst als Abenteuerreise konzipiert. Wir haben die erste und letzte Nacht in einem guten Hotel verbracht, den Großteil der Reise jedoch in Zelten auf Campingplätzen und eine Nacht sogar in einem einfachen Bush Camp mitten im Okavango Delta.
Die Zelte waren überraschend geräumig und in wenigen Minuten aufgebaut. Die Campingplätze verfügten meist über Toiletten und Duschen, ich war echt überrascht, wie gut und vor allem sauber die Sanitären Anlagen in den Camps waren. Gerade die Nächte mitten in der Natur haben die Reise für mich zu etwas ganz Besonderem gemacht.
Wie anstrengend sind die langen Fahrtage?
Die Distanzen zwischen den einzelnen Nationalparks sind teilweise groß, deshalb gehören längere Fahrtage einfach dazu. Für mich war das aber kein Nachteil. Im Gegenteil: Gerade auf diesen Fahrten hatten wir Zeit, uns auszutauschen, Karten zu spielen, Musik zu hören oder einfach die Landschaft vorbeiziehen zu lassen. Rückblickend sind wir genau in diesen Momenten als Gruppe immer mehr zusammengewachsen.
Wie funktioniert das Bezahlen unterwegs?
Während der Reise habe ich sowohl Bargeld als auch Kreditkarte genutzt.
Für Visa, Trinkgelder und einige Aktivitäten solltet ihr auf jeden Fall Bargeld dabeihaben. Kreditkarten werden in vielen Orten akzeptiert, dennoch würde ich mich gerade in Simbabwe nicht ausschließlich darauf verlassen. Ein paar US-Dollars dabei haben ist natürlich kein Fehler, die Guides haben uns aber immer zu ATMs gebracht. Also ziemlich entspannt. Ich habe erst vor Ort alle abgehoben.
Ist die Reise sicher?
Ich habe mich während der gesamten Reise sehr sicher gefühlt.
Natürlich sollte man die Hinweise der Guides ernst nehmen, besonders in den Nationalparks und Camps. Im Bush Camp durften wir unser Zelt nachts beispielsweise nur in Begleitung verlassen und auch in den Städten galten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen, wie man sie aus vielen Reisezielen kennt.
Gerade deshalb fand ich es angenehm, mit erfahrenen lokalen Guides unterwegs zu sein, die die Region bestens kennen.
Welches Highlight war dein persönlicher Favorit?
Unmöglich, nur eines zu nennen. 😅
Das Okavango Delta hat mich mit seiner Ruhe und Natur tief beeindruckt, während der Matobo National Park und der Krüger Nationalpark zu den emotionalsten Erlebnissen der Reise gehörten.
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