Internationale Direktflüge aus Europa nach Botswana gibt es derzeit kaum. Die meisten Reisenden erreichen das Land mit einem Umstieg, häufig über Johannesburg, Addis Abeba, Doha oder Istanbul. Je nach Reiseroute bieten sich die Flughäfen Maun (für das Okavango Delta) oder Kasane (für den Chobe National Park) als Ziel an.
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Für deutsche Staatsangehörige ist die Einreise nach Botswana für touristische Aufenthalte in der Regel visumfrei möglich. Voraussetzung ist ein Reisepass, der zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist und über ausreichend freie Seiten für Ein- und Ausreisestempel verfügt.
Bei der Einreise kann es vorkommen, dass Nachweise über die Weiterreise oder ausreichende finanzielle Mittel verlangt werden. Während meiner Reise verlief die Einreise nach Botswana jedoch völlig unkompliziert und die Grenzübertritte waren schneller erledigt als erwartet.
💡 Mein Tipp: Informiert euch vor der Reise immer über die aktuellen Einreisebestimmungen, da sich diese kurzfristig ändern können. Die neuesten Informationen findet ihr auf der Website des Auswärtigen Amtes.
(Stand Juli 2026)
Da viele Rundreisen Botswana mit Simbabwe, Südafrika oder Namibia kombinieren, solltet ihr euch auch über die jeweiligen Einreisebestimmungen der Nachbarländer informieren. Gerade bei Reisen mit mehreren Grenzübertritten lohnt sich ein kurzer Blick auf die aktuellen Hinweise vor der Abreise.
Botswana hat zwei Amtssprachen: Englisch und Setswana. Englisch wird in Schulen unterrichtet und ist die Sprache der Verwaltung, sodass ihr euch als Reisende problemlos verständigen könnt. Auch in Hotels, Restaurants, Nationalparks und bei geführten Touren wird durchgehend Englisch gesprochen.
💡 Mein Tipp: Auch wenn Englisch völlig ausreicht, freuen sich viele Einheimische, wenn ihr sie mit einem freundlichen „Dumela“ begrüßt. Oft ist das der perfekte Einstieg für ein nettes Gespräch.
Botswana ist grundsätzlich das ganze Jahr über ein faszinierendes Reiseziel. Welche Reisezeit sich am besten eignet, hängt jedoch davon ab, was ihr erleben möchtet. Für klassische Safaris gelten die Monate Mai bis Oktober als die beste Reisezeit, während die grüne Jahreszeit von November bis April mit üppigen Landschaften und vielen Jungtieren begeistert.
Da Botswana auf der Südhalbkugel liegt, sind die Jahreszeiten den europäischen entgegengesetzt. Während bei uns Sommer ist, herrscht in Botswana Winter und Trockenzeit.
Trockenzeit (Mai bis Oktober)
Die Trockenzeit gilt als die beste Zeit für Tierbeobachtungen. Viele Wasserstellen trocknen aus, sodass sich die Tiere an Flüssen und wenigen verbliebenen Wasserquellen sammeln. Dadurch steigen die Chancen, Elefanten, Löwen, Giraffen oder Büffel aus nächster Nähe zu beobachten.
Auch ich war im Juni in Botswana unterwegs und würde diese Reisezeit jederzeit wieder wählen. Die Temperaturen waren tagsüber angenehm warm, morgens und abends konnte es bei den offenen Safaris allerdings überraschend kühl werden. Eine warme Jacke gehört deshalb unbedingt ins Gepäck.
Regenzeit (November bis April)
Während der Regenzeit verwandelt sich Botswana in eine grüne Oase. Viele Tiere bringen in dieser Zeit ihren Nachwuchs zur Welt und auch für Vogelbeobachtungen gelten diese Monate als besonders spannend. Gleichzeitig können starke Regenfälle einzelne Straßen schwer passierbar machen und die Tierbeobachtung ist durch die dichte Vegetation teilweise etwas schwieriger.
Botswana ist ein großes Land und die Entfernungen zwischen den einzelnen Nationalparks und Sehenswürdigkeiten sind oft erheblich. Wie ihr euch am besten fortbewegt, hängt deshalb stark von eurem Reisestil ab.
Selbstfahrer
Eine Selbstfahrerreise ist besonders bei erfahrenen Reisenden beliebt. Die Hauptstraßen zwischen den größeren Orten sind meist asphaltiert und gut ausgebaut. Wer jedoch Nationalparks wie das Okavango Delta oder abgelegenere Regionen erkunden möchte, sollte beachten, dass dort häufig Schotterpisten oder sandige Straßen auf euch warten. Für viele Strecken ist deshalb ein Allradfahrzeug (4×4) notwendig.
Gerade in der Regenzeit können einige Straßen schwer oder gar nicht passierbar sein.
Organisierte Rundreisen
Ich selbst war mit G Adventures auf einer geführten Rundreise unterwegs und würde mich für diese Route jederzeit wieder so entscheiden. Botswana, Simbabwe und Südafrika lassen sich so unkompliziert miteinander kombinieren, ohne sich um Transfers, Unterkünfte oder die Routenplanung kümmern zu müssen.
Besonders angenehm fand ich, dass wir uns unterwegs voll auf die Safaris und Erlebnisse konzentrieren konnten, während unser Guide die Organisation übernahm.
Inlandsflüge
Wer wenig Zeit hat oder luxuriös reist, kann einige Nationalparks auch per Kleinflugzeug erreichen. Besonders rund um das Okavango Delta werden zahlreiche Lodges direkt angeflogen. Diese Variante spart Zeit, ist allerdings deutlich teurer als eine Rundreise oder Selbstfahrerreise.
💡 Mein Tipp: Für eure erste Reise nach Botswana würde ich entweder eine organisierte Rundreise oder eine gut geplante Selbstfahrerroute empfehlen. Die Entfernungen werden oft unterschätzt und gerade in den Nationalparks ist lokale Erfahrung ein großer Vorteil.
Die offizielle Währung Botswanas ist der Botswana Pula (BWP).
In Hotels, Lodges und größeren Restaurants könnt ihr meist problemlos mit Kreditkarte bezahlen. Gerade in kleineren Orten oder auf lokalen Märkten ist Bargeld jedoch nach wie vor sinnvoll. Geldautomaten findet ihr in den größeren Städten, in abgelegenen Regionen solltet ihr euch jedoch nicht ausschließlich darauf verlassen.
Botswana gilt im Vergleich zu vielen anderen Ländern im südlichen Afrika als eher hochpreisiges Reiseziel. Das liegt unter anderem daran, dass das Land bewusst auf nachhaltigen Tourismus mit vergleichsweise wenigen Besuchern setzt.
Wie teuer eure Reise letztendlich wird, hängt stark von eurem Reisestil ab.
💡 Mein Tipp: Plant zusätzlich immer etwas Bargeld für Trinkgelder, kleinere Einkäufe oder lokale Märkte ein. Außerdem lohnt es sich, die Kreditkarte vor der Reise für den Auslandseinsatz freizuschalten und eine zweite Karte als Reserve mitzunehmen.
otswana gilt als eines der sichersten Reiseländer Afrikas und ist sowohl für Individualreisende als auch für organisierte Rundreisen ein beliebtes Reiseziel.
Während meiner Reise habe ich mich jederzeit sicher gefühlt. Natürlich gelten auch hier die üblichen Vorsichtsmaßnahmen: Wertsachen nicht offen liegen lassen, nachts nicht allein in unbekannten Gegenden unterwegs sein und auf die Hinweise der Guides achten.
Internet auf internationalen Reisen
In den größeren Städten sowie in vielen Hotels und Lodges gibt es WLAN, das in der Regel gut funktioniert. In den Nationalparks und abgelegenen Regionen kann der Empfang jedoch eingeschränkt sein oder zeitweise ganz ausfallen – genau das macht den Reiz einer Safari oft aus.
Ich selbst war mit einer eSIM von Holafly unterwegs und hatte während der gesamten Reise in den meisten Regionen eine zuverlässige Internetverbindung. Lediglich im Bush Camp und in einigen abgelegenen Nationalparks war der Empfang zeitweise eingeschränkt.
💡 Mein Tipp: Ladet euch Karten und wichtige Dokumente bereits vor der Reise offline herunter. So seid ihr auch ohne Internet jederzeit gut vorbereitet.