Lechtal Urlaub: Die schönsten Wanderungen und Erlebnisse
Das Lechtal fühlt sich für mich jedes Mal ein bisschen wie eine Pause vom Alltag an. Zwischen den Lechtaler Alpen, dem türkisgrünen Lech und kleinen, ursprünglichen Bergdörfern scheint vieles etwas langsamer zu laufen.
Es gibt große Bergtouren und kleine Wege, urige Almen und stille Seitentäler, Abenteuer und genauso viele Möglichkeiten, einfach mal irgendwo sitzen zu bleiben und die Aussicht zu genießen.
Vielleicht komme ich deshalb immer wieder hierher.
2022 war ich das erste mal dort, damals für den Lechweg. Seitdem hat es mich immer wieder zurückgezogen und ich habe das Tal inzwischen zu ganz unterschiedlichen Jahreszeiten erlebt. Ich bin gewandert, habe neue Ecken entdeckt, bin durch kleine Bergdörfer gekommen und habe immer wieder festgestellt, wie unterschiedlich sich das Lechtal anfühlen kann.
Je nachdem, wonach mir gerade ist, kann ich hier einen ganzen Tag in den Bergen verbringen, durch ein kleines Auszeitdorf schlendern, an einer Alm einkehren oder ein neues Abenteuer ausprobieren.
Und genau diese Mischung macht das Lechtal für mich so besonders: Hier kann ein Tag mit einer ziemlich abenteuerlichen Begegnung mit Huskys beginnen, später auf einem Berggipfel enden und am nächsten Morgen einfach mit einem Spaziergang durchs Tal und einem viel zu frühen Apfelstrudel weitergehen. 😂
In diesem Artikel nehme ich dich mit zu einigen meiner liebsten Erlebnisse und Wanderungen im Lechtal und zeige dir, was du bei einem Urlaub im Lechtal nicht verpassen solltest.

Das Lechtal im Überblick
Wo liegt das Lechtal?
Das Lechtal liegt im Nordwesten Tirols, etwa 100 Kilometer westlich von Innsbruck, und erstreckt sich entlang des Lechs zwischen den Lechtaler und Allgäuer Alpen. Geprägt wird die Region vor allem vom Lech, einem der letzten Wildflüsse der Alpen, sowie von den zahlreichen kleinen Bergdörfern und Seitentälern.
Das Lechtal in Zahlen
Das Lechtal ist dabei nicht nur im Sommer ein beliebtes Ziel für Wanderer. Von gemütlichen Talwanderungen und Almen bis hin zu anspruchsvollen Gipfeltouren gibt es jede Menge Möglichkeiten, die Bergwelt zu entdecken.
- etliche markierte Wanderwege
- Mehr als 50 bewirtschaftete Almen und Hütten
- Höchster Gipfel der Lechtaler Alpen: Parseierspitze mit 3.036 m
- Der Lechweg führt auf rund 125 Kilometern von der Lechquelle bis zum Lechfall
- 6 Sommerbergbahnen bringen Wanderer bequem in die Berge
- 21 Mountainbike/Gravel-Routen mit rund 150 km
Die schönsten Wanderungen im Lechtal
Wer das Lechtal zu Fuß entdecken möchte, hat die Qual der Wahl. Von entspannten Wegen durch die Seitentäler und zu urigen Almen bis hin zu aussichtsreichen Bergtouren mit ordentlich Höhenmetern ist alles dabei.
Von meinen persönlichen Favoriten möchte ich dir deshalb einige genauer vorstellen.
Bist du bereit? Dann Wanderschuhe geschnürt, Rucksack geschultert und los gehts!
Wandertipp #1: Lechtaler Panoramaweg zur Bernhardseck-Hütte
Wenn du im Lechtal einen Bergtag suchst, bei dem du relativ entspannt zu richtig großen Bergblicken kommst, würde ich dir die Tour über die Jöchelspitze zur Bernhardseck-Hütte ans Herz legen. Für mich ist sie so eine Tour, die man auch mehrfach machen kann, weil sich unterwegs ständig neue Perspektiven auftun.
Die Jöchelspitzbahn darf den ersten Teil der Höhenmeter für mich übernehmen. Mit der Lechtal Aktiv Card ist die Berg- und Talfahrt kostenlos und so geht es ganz entspannt mit der Bahn hinauf auf rund 1.800 Meter Höhe.
Oben angekommen, führt mich der Weg zunächst über den Lechtaler Panoramaweg. Schon die ersten Meter machen klar, warum er diesen Namen trägt. Immer wieder öffnet sich der Blick hinunter ins Lechtal und auf die umliegenden Gipfel. Der Weg schlängelt sich durch die alpine Landschaft, vorbei am Lachenkopf und weiter Richtung Jöchelspitze.
Der Aufstieg zur Jöchelspitze
Natürlich lasse ich mir den Abstecher zur Jöchelspitze nicht nehmen. Der zusätzliche Aufstieg lässt mich doch ins Schwitzen kommen. Der letzte Aufstieg hat es nämlich durchaus in sich. Der Weg wird deutlich steiler und die Höhenmeter machen sich irgendwann bemerkbar.
Und ganz ehrlich: Ich fand es überhaupt nicht schlimm, dieses Mal etwas langsamer unterwegs zu sein. Denn, sobald ich mich umgedreht habe, war da wieder dieser Blick über die Lechtaler Alpen. Da fällt es erstaunlich leicht, eine kleine Pause einzulegen.
Allein bin ich hier an so einem sonnigen Augusttag nicht. Mein obligatorisches Gipfelfoto musste deshalb ausfallen. Und irgendwie war das auch okay. Ich habe lieber ein bisschen abseits gestanden, den Blick auf die Berge genossen und die Kamera zwischendurch einfach mal stecken lassen.



Weiter zur Bernhardseck-Hütte
Von der Jöchelspitze geht es weiter durch die beeindruckende Berglandschaft Richtung Bernhardseck-Hütte. Der Weg führt über schmale Bergpfade und offene Almflächen und bietet immer wieder neue Perspektiven.
Mein persönliches Highlight kommt dabei erst beim weiteren Abstieg über Mutte. Plötzlich liegt die Hornbachkette vor mir und ich muss ehrlich sagen: Ich hatte überhaupt keine Lust, weiterzugehen.
Also lege ich mich kurzerhand ins Gras. Füße ausstrecken. In die Berge schauen. Nichts tun.
Und genau solche Momente sind es, die für mich einen richtig guten Bergtag ausmachen. Nicht nur der Gipfel oder die gesammelten Höhenmeter, sondern diese kleinen Augenblicke, in denen man plötzlich merkt, dass man eigentlich nirgendwo anders sein möchte.
Für den Abstieg brauche ich etwas länger als geplant, zu viele Stopps bieten sich hier an. Und dann liegt sie da. Auf rund 1.812 Metern bietet sich die Bernhardseck-Hütte perfekt für eine gemütliche Einkehr an.
Über den Alpenrosensteig
Für den Rückweg gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ich bin über den Alpenrosensteig zurück zur Bergstation gewandert und fand es schön, dass sich dadurch noch einmal ganz andere Ausblicke ergeben haben.
Mein Tipp: Plane für diese Tour unbedingt mehr Zeit ein als nur die reine Gehzeit. Gerade die vielen Aussichtspunkte laden dazu ein, zwischendurch stehen zu bleiben, Fotos zu machen oder einfach einmal ins Tal zu schauen. Und wenn du wie ich gerne fotografierst, wirst du wahrscheinlich ohnehin deutlich länger unterwegs sein.



Wandertipp #2: Petersbergalm im Hornbachtal
Für diesen Tag hatte ich mir bewusst eine etwas entspanntere Tour ausgesucht. Für den Nachmittag waren Regen und Gewitter angesagt, also hieß es: früh los und die guten Wetterstunden nutzen. Und dafür ist das Hornbachtal perfekt.
Von Holzgau aus geht es auf einem breiten, einfachen Weg immer tiefer ins Tal hinein. Große alpine Herausforderung? Fehlanzeige. Dafür gibt es unterwegs umso mehr zu schauen. Schon nach den ersten Metern war ich ziemlich geflasht von der Landschaft: links und rechts die beeindruckenden Berge, dazwischen kleine Hütten und immer wieder diese typischen alten Drähütten, die so wunderbar zum ursprünglichen Charakter des Lechtals passen.
Je weiter man ins Tal kommt, desto ruhiger wird es. Und genau das hat mir an dieser Tour so gut gefallen. Man muss hier nicht ständig auf die nächste Abzweigung oder die nächsten Höhenmeter achten, sondern kann einfach laufen, schauen und die Landschaft genießen.
Am Ende des Hornbachtals wartet die Petersbergalm. Hier werden unter anderem hausgemachter Käse und verschiedene Milchspezialitäten angeboten. Und weil ich offenbar keine Uhr lesen kann, gab es bei mir bereits am Vormittag einen ziemlich üppigen Apfelstrudel. Aber ganz ehrlich: Darf man sich um 10:30 Uhr schon einen Apfelstrudel gönnen? Ich finde eindeutig ja. 😂
Der Rückweg erfolgt auf demselben Weg. Es gibt zwar noch einen ausgezeichneten Fußweg durch den Wald, ich muss jedoch sagen, dass mir der Fahrweg ausnahmsweise besser gefallen hat.



Wandertipp #3: Roßgumpenalm & Hängebrücke Holzgau
Wenn du im Lechtal unterwegs bist, solltest du diese Tour definitiv auf deine Liste setzen. Ich war bisher bei meinen Aufenthalten eigentlich immer nur bei der Café Uta und habe dabei völlig unterschätzt, wie schön das Höhenbachtal dahinter ist. Erst diesmal bin ich weiter hineingelaufen und war ehrlich gesagt ziemlich überrascht, wie beeindruckend dieses Seitental ist.
Durch das Höhenbachtal zur Roßgumpenalm
Von Holzgau führt der Weg hinauf bis zum Lusthäuschen. Wir lassen den Abzeig zur Hängebrücke links liegen und folgen dem Wegweiser Richtung Cafe Uta. Langsam wird die Landschaft immer alpiner: Steile Felswände, grüne Hänge und der Höhenbach, der sich durch das Tal zieht. Unterwegs bekommt man einen schönen Ausblick auf den Simmswasserfall, der sich über die Felsen ins Tal ergießt.
Je weiter man Richtung Roßgumpenalm kommt, desto ruhiger wird es. Auf der Roßgumpenalm bietet sich natürlich eine Einkehr an, bevor es wieder zurück Richtung Holzgau geht.
Über die Holzgauer Hängebrücke
Wer die Tour noch mit einem besonderen Highlight verbinden möchte, kann anschließend über die Holzgauer Hängebrücke gehen. Sie überspannt die Höhenbachtalschlucht auf rund 200 Metern Länge und befindet sich etwa 110 Meter über dem Talboden. Ein bisschen schwindelfrei sollte man hier sein, aber wer sich traut, wird mit einem großartigen Blick ins Seitental belohnt.
Tipp: Vitalweg Holzgau
Die Hängebrücke ist auch Teil des Vitalwegs Holzgau. Er verbindet Bewegung mit den fünf Elementen der Kneipp’schen Gesundheitslehre: Wasser, Bewegung, Ernährung, Kräuter und Balance. Entlang des Weges gibt es insgesamt zwölf Stationen, an denen man die Natur nicht nur anschauen, sondern tatsächlich erleben kann.




Wandertipp #4: Zur Stablalm, dem “Balkon des Lechtals”
Wer eine Wanderung mit schönem Panorama und einer gemütlichen Einkehr verbinden möchte, sollte die Stablalm oberhalb von Elmen auf dem Zettel haben. Die Aussicht ist tatsächlich eines der großen Highlights der Tour: Von der Alm öffnet sich der Blick weit über das Lechtal und auf die umliegenden Lechtaler Alpen. Nicht umsonst wird die Alm “Balkon des Lechtals” genannt.
Für den Aufstieg gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wer es etwas gemütlicher angehen möchte, kann den Forstweg wählen. Wir haben uns bei unserem Besuch für die abwechslungsreichere Variante durch den Wald entschieden. Der schmale Steig führt zunächst etwas steiler bergauf, bevor man nach ungefähr 40 Minuten auf den Forstweg trifft. Von dort wird der Weg deutlich entspannter und führt über die Stablalpe weiter hinauf zur Stablalm.
Oben angekommen, würde ich auf jeden Fall Zeit für eine Einkehr einplanen.
Wandertipp #5: Auf dem Tunnelweg zur Sulzalm
Eine meiner besonderen Touren im Lechtal führt zur Sulzlalm bei Stockach. Schon der Weg dorthin ist alles andere als eine gewöhnliche Almwanderung.
Von Stockach geht es zunächst entlang des Sulzlbachs und durch den Wald bergauf.
Nach dem ersten Anstieg wird die Tour richtig spannend: Der Weg führt immer wieder durch in den Fels geschlagene Tunnel. Insgesamt passiert man mehrere dieser alten Felstunnel, bevor sich die Landschaft wieder öffnet und den Blick auf das Lechtal freigibt.
Nach rund eineinhalb Stunden erreicht man schließlich die Sulzalm auf 1.466 Metern. Hier bietet sich eine gemütliche Einkehr an, bevor es wieder zurück ins Tal geht.

Wandertipp #6: Durchs Fundais Tal zur Hanauer Hütte
Die Wanderung zur Hanauer Hütte gehört für mich zu den Touren, bei der man nur Staunen kann.
Ausgangspunkt ist Boden im Lechtal. Von hier geht es zunächst mit einem kurzen, knackigen Anstieg los, bevor der Weg immer tiefer ins Fundais-Tal hineinführt.
Vorbei an idyllisch gelegenen Almen und entlang des Fundaisbachs wird die Landschaft zunehmend alpiner. Mehrfach quert man den Bach, während die Felswände links und rechts des Tals immer imposanter werden.
Nach rund 1.100 Höhenmetern erreicht man mit dem Galtseitejoch den höchsten Punkt der Tour. Von hier eröffnet sich ein wunderschöner Blick hinüber ins Angerletal und auf die umliegenden Lechtaler Alpen.
Mit rund 15,5 Kilometern, 1.100 Höhenmetern und einer Gehzeit von etwa 6 bis 7 Stunden ist die Tour allerdings kein kleiner Spaziergang. Kondition und Trittsicherheit solltest du für die Wanderung mitbringen.


Wandertipp #7: Der Lechweg: Das Lechtal zu Fuß entdecken
Eine ganz andere Art, das Lechtal zu erleben, ist der Lechweg. Statt hoch hinaus geht es hier über rund 125 Kilometer entlang des Lechs, von der Quelle nahe dem Formarinsee bis zum Lechfall bei Füssen.
Ich selbst bin den Lechweg 2022 bei meinem ersten Besuch im Lechtal gewandert. Damals aber in umgekehrter Richtung. Und vielleicht ist genau deshalb der Lechweg für mich so besonders: Er war mein erster Kontakt mit der Region und meine erste Mehrtagstour in den Alpen. Über acht Tage bin ich damals vom Lechfall in Füssen bis zur Lechquelle am Formarinsee gewandert.
Der Weg eignet sich perfekt, wenn du das Lechtal nicht nur von einzelnen Gipfeln aus kennenlernen, sondern dem Lech über mehrere Tage folgen möchtest. Und falls dir die komplette Strecke zu viel ist, kannst du natürlich auch einzelne Etappen als Tagestour unternehmen.
Die schönsten Erlebnisse und Aktivitäten im Lechtal
Wandern ist wahrscheinlich die naheliegendste Art, das Lechtal zu entdecken. Aber gerade die Mischung aus Ruhe, Natur und kleinen Abenteuern macht die Region für mich so spannend. Wer zwischendurch Lust auf etwas Abwechslung hat, findet deshalb auch abseits der klassischen Wanderwege einige besondere Erlebnisse.
Erlebnis #1: Husky-Erlebnis in Gramais: Mit Huskys durch die Lechtaler Alpen
Ich glaube, ich bin nicht die Einzige, die als Kind unbedingt einen Husky haben wollte. Diese blauen Augen, das dichte Fell und dieser leicht wilde Blick. Einen eigenen habe ich allerdings nie bekommen.
Umso schöner, dass ich diesen kleinen Kindheitstraum bei meinem Aufenthalt im Lechtal zumindest für einen Tag nachholen durfte.
Dafür ging es nach Gramais, einem der Auszeitdörfer im Lechtal. Mit rund 50 Einwohnern liegt das kleine Bergdorf auf etwa 1.300 Metern mitten in den Lechtaler Alpen. Zwischen alten Bauernhäusern, Bergwiesen und den umliegenden Gipfeln fühlt sich Gramais tatsächlich ein bisschen wie eine Welt für sich an.
Wie aus einem Bergführer ein Husky-Rudel wurde
Hinter dem Husky-Erlebnis steckt Hubertus Lindner, Bergführer und Gründer der Bergschule Lechtal. Seine eigene Geschichte passt erstaunlich gut zu dem Ort, an dem er heute lebt.
Nach Jahren in der Managerwelt in Wien wusste er, dass sich in seinem Leben etwas verändern musste. Heute lebt er in Gramais und hat hier mit den Huskys sein ganz eigenes Leben in den Bergen aufgebaut. Aus einem Leben, das vor allem von Büro, Terminen und Karriere geprägt war, wurde ein Alltag zwischen Bergen, Tieren und Draußensein.
Angefangen hat alles mit seiner Labradorhündin Paula, die ihn bereits bei seinen Touren begleitete. Erst nachdem ihm seine Frau einen Besuch auf einer Huskyfarm geschenkt hatte, kam die Begeisterung für die nordischen Hunde dazu. Aus einem Husky wurden mit der Zeit mehrere. Heute gehören acht dieser faszinierenden Tiere zu seinem Husky-Rudel im Bergschulteam.
Die Hunde begleiten Hubertus inzwischen regelmäßig in die Berge. Im Sommer auf Wanderungen und im Winter auch auf Skitouren. Über das Jahr kommen dabei viele gemeinsame Tourentage zusammen. Und dann darf ich selbst erleben, wie sich das anfühlt.
Mit den Huskys auf den Berg
Ich dachte ja, wir gehen mit den Huskys durch die Berge. Tatsächlich sind die Huskys mit uns unterwegs … und haben ziemlich schnell das Kommando übernommen.
Über spezielle Leinen am Hüftgurt laufen sie vorne im Gespann und ziehen uns den Trail hinauf. Und dann merkt man ziemlich schnell, dass man das Tempo nicht unbedingt selbst bestimmt.
Was mich dabei besonders begeistert hat, war die Verbindung zwischen Hubertus und seinen Hunden. Er kennt die unterschiedlichen Charaktere genau und man merkt, wie selbstverständlich Mensch und Hund hier als Team funktionieren.
Für mich war der Husky-Erlebnistag jedenfalls eines der ungewöhnlichsten Erlebnisse im Lechtal. Ich habe unglaublich viel über die Hunde und das Leben im Rudel gelernt und gleichzeitig einen kleinen Einblick in ein ganz anderes Leben in den Bergen bekommen.
Und natürlich habe ich mir spätestens nach der Tour wieder die Frage gestellt, warum ich als Kind eigentlich nie einen Husky bekommen habe.
Die Antwort kenne ich inzwischen allerdings ziemlich genau.



Erlebnis #2: Canyoning
Canyoning gehört zu den Erlebnissen, die ich im Lechtal mittlerweile schon mehrfach gemacht habe. Und trotzdem erinnere ich mich noch ziemlich gut an mein erstes Mal: Mir ging dabei ordentlich die Pumpe. 😂
Denn auch wenn ich gerne draußen unterwegs bin und mich auf Berge und Abenteuer einlasse, habe ich durchaus Respekt vor Höhe und vor allem vor Abgründen. Beim Canyoning kommt man allerdings genau mit solchen Situationen in Berührung: Es geht durch enge Schluchten, über Felsen, durchs Wasser und immer wieder ein Stück nach unten.
Beim ersten Mal kostet es deshalb schon etwas Überwindung, sich über eine Kante abzuseilen oder den nächsten Sprung zu machen.
Inzwischen habe ich Canyoning im Lechtal schon zwei- oder dreimal gemacht und jedes Mal wieder gemerkt, wie viel Spaß es macht, die Bergwelt aus dieser völlig anderen Perspektive zu erleben. Statt auf einem Wanderweg über den Bergen zu stehen, geht es mitten hinein in die Schlucht: Wasser, Felsen, Abseilen, Klettern und je nach Tour auch Sprünge und Rutschen.
Gerade deshalb finde ich Canyoning eine tolle Ergänzung zu einem Wanderurlaub im Lechtal. Und falls du bei Höhe ebenfalls erst einmal schluckst: Keine Sorge, die Guides haben das gut im Griff und helfen dir dabei, dich Schritt für Schritt an die einzelnen Passagen heranzutasten.



Erlebnis #3: Rafting auf dem Lech
Wasser ist im Lechtal ein prägendes Element und der Lech begleitet einen auf Schritt und Tritt. Umso schöner ist es, den Wildfluss einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben: direkt vom Wasser aus.
Statt den Lech vom Ufer oder von einem Wanderweg aus zu erleben, geht es beim Rafting mitten hinein in den Wildfluss. Stromschnellen, spritzendes Wasser und die beeindruckende Bergkulisse machen daraus ein ziemlich actionreiches Outdoor-Erlebnis.
Ich habe selbst schon mehrfach Rafting gemacht und mag genau diese Mischung aus Natur, Action und Teamwork. Während man in ruhigeren Passagen die Landschaft genießen kann, heißt es bei den Stromschnellen: paddeln, konzentrieren und bloß nicht den Anschluss verlieren. 😄
Wer Lust auf etwas mehr Action hat und den Lech einmal nicht nur vom Weg aus erleben möchte, sollte sich das definitiv anschauen.


Praktische Tipps für deinen Lechtal Urlaub
Beste Reisezeit für das Lechtal
Das Lechtal lässt sich zu jeder Jahreszeit entdecken und hat dabei ganz unterschiedliche Facetten. Im Winter verwandelt sich das Tal in ein echtes Winterparadies und bietet neben Skifahren auch Möglichkeiten für Winterwanderungen, Schneeschuhwanderungen und weitere Aktivitäten im Schnee.
Für Wanderungen beginnt die Saison je nach Schneelage bereits im Frühsommer. Viele talnahe Wege und niedrigere Touren lassen sich schon früher im Jahr erkunden, während die höheren Gipfel und Bergtouren meist erst später schneefrei und gut begehbar sind.
Im Sommer ist die Auswahl an Wanderungen und Outdoor-Aktivitäten dann besonders groß. Die Almen haben geöffnet, die Bergbahnen fahren und auch Aktivitäten wie Canyoning oder Rafting sind möglich.
Besonders schön finde ich persönlich auch den Herbst: Die Landschaft wird ruhiger, die Berge färben sich und viele Touren bekommen noch einmal eine ganz andere Atmosphäre.

Unterkunftstipps für deinen Lechtal Urlaub
VAYA Lechtal in Elbigenalp
Dieses Mal habe ich im VAYA Lechtal in Elbigenalp übernachtet. Das Hotel verbindet modernen alpinen Stil mit einem Angebot, das gut zu einem aktiven Urlaub passt.
Nach einem Tag in den Bergen wartet ein Wellnessbereich, in dem man die müden Beine wieder etwas entspannen kann. Dazu kommen verschiedene Möglichkeiten, den Abend gemütlich im Hotel zu verbringen. Auch kulinarisch ist das Hotel auf Urlauber eingestellt, die nach einem aktiven Tag gerne gut essen und den Tag entspannt ausklingen lassen möchten.
Besonders praktisch fand ich die Lage in Elbigenalp, wenn man das Lechtal für verschiedene Wanderungen und Ausflüge erkunden möchte.
LechZeit in Elmen
Bei meinen vorherigen Aufenthalten war ich immer wieder im charmanten BoutiqueHotel LechZeit in Elmen. Das Konzept ist etwas anders und richtet sich besonders an alle, die eine kleinere, persönliche Unterkunft suchen und dabei Wert auf Genuss und Ruhe legen.
Die LechZeit verbindet Übernachtung mit einem kulinarischen Konzept und bietet damit einen schönen Rückzugsort nach einem Tag in den Bergen. Gerade wenn du nicht unbedingt ein großes Hotel mit umfangreichem Wellnessangebot suchst, sondern lieber ankommen, gut essen und entspannen möchtest, finde ich die LechZeit eine schöne Alternative.
Beide Unterkünfte haben für mich deshalb ihre Berechtigung: Das VAYA passt gut, wenn du ein modernes Hotel mit Wellness und umfangreicherem Angebot suchst. Die LechZeit ist eine schöne Option, wenn du es persönlicher und etwas ruhiger magst.

Mein Fazit zu meinem Urlaub im Lechtal
Nach mittlerweile rund acht Besuchen und eigentlich jeder Jahreszeit im Lechtal fällt mir eines immer wieder auf: Egal ob im verschneiten Winter, wenn das Tal ganz still wird, im Frühling, wenn langsam wieder Leben in die Landschaft kommt, an warmen Sommertagen oder im bunten Herbst, das Lechtal fühlt sich immer ein bisschen anders an und gleichzeitig immer vertraut.
Vielleicht ist es genau diese Ursprünglichkeit, die mich immer wieder hierherzieht. Kleine Dörfer, traditionelle Hütten, wenig Inszenierung und dazwischen diese beeindruckende Bergwelt. Und natürlich der Lech, der einen eigentlich ständig begleitet. Mal plätschert er ruhig neben dem Wanderweg, mal wird er zum tosenden Wildfluss und immer wieder taucht sein türkisfarbenes Wasser zwischen den Bergen auf.
Ich mag, dass man hier nicht das Gefühl haben muss, ständig etwas erleben zu müssen. Man kann eine große Bergtour machen, mit Huskys durch die Berge laufen oder einfach durch ein Seitental zu einer Alm spazieren. Und irgendwie fühlt sich alles ein bisschen echter und entschleunigter an.
Und jetzt würde mich interessieren: Warst du schon einmal im Lechtal?
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