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Azoren, Blick auf die Küste

Die Azoren gelten längst nicht mehr als Geheimtipp. Die portugiesische Inselgruppe mitten im Atlantik begeistert mit grünen Vulkanlandschaften, heißen Quellen, spektakulären Küsten und einer unfassbar intensiven Blumenpracht. Auf Fotos sehen sie aus wie eine Mischung aus Hawaii, Irland und Island. 

Die Azoren klingen nach dem perfekten Inselparadies. Und das sind sie auch. Aber eben auf ihre ganz eigene Art. 

Bevor du deine Azoren Reise planst, gibt es einige Dinge, die du wissen solltest. Von Inselhopping und Wetter bis hin zu Mietwagen und Whale Watching: Hier kommen die wichtigsten Azoren Tipps für deinen Urlaub. 

Lago di Fogo
Traumhaft grüne Landschaft im Landesinneren von Sao Miguel

#1 Die Azoren gehören zu Portugal, fühlen sich aber ganz anders an 

Auch wenn die Inseln mitten im Atlantik liegen und eigenständig wirken: Sie gehören zu Portugal. Ist jedoch eine autonome Region von Portugal.  

Im Vergleich zum Festland wirken sie jedoch deutlich ruhiger, ursprünglicher und abgeschiedener. Das Leben läuft deutlich langsamer, entspannter und viel naturverbundener ab. 

Fun Fact: 

 Die Azoren liegen geografisch sogar auf drei tektonischen Platten gleichzeitig. Genau deshalb gibt es dort so viele Vulkane, Thermalquellen und dramatische Landschaften. 

#2 Inselhopping klingt einfacher, als es manchmal ist 

Die Azoren bestehen aus neun Inseln und jede davon hat ihren ganz eigenen Charakter. Viele unterschätzen allerdings die Distanzen, Flugzeiten und Wetterbedingungen zwischen den Inseln. 

Denn selbst kurze Flüge können wetterbedingt verschoben werden. Fähren fahren außerdem nicht das ganze Jahr über gleich regelmäßig. 

Wenn du nur eine Woche Zeit hast, ist weniger oft mehr. Statt mehrere Inseln in kurzer Zeit lieber eine Insel intensiv erleben. Möchtest du zwischen den Inseln hüpfen empfehle ich jedoch mindestens 10 Tage Reisezeit. 

So bleibt die Reise entspannt und du verbringst weniger Zeit auf Flughäfen. 

Weinlandschaft auf Pico

#3 Auf den Azoren herrscht alles außer langweiliges Wetter 

Ihr habt sicherlich schon einmal vom Azorenhoch gehört. Auf dem europäischen Festland bringt das oft stabiles Wetter und Sonnenschein. Auf den Azoren selbst sieht die Sache allerdings etwas anders aus. 

Denn hier entsteht dieses Wetterphänomen überhaupt erst. Bedeutet: Das Wetter wechselt teilweise im Minutentakt. Du kannst locker alle vier Jahreszeiten an einem Tag erleben. Sonnenschein am Morgen, dichter Nebel mittags und Regen am Nachmittag sind völlig normal. Deshalb gilt: Zwiebellook statt Schönwetter-Outfit. Und Regenjacke auch im Sommer einpacken. 

Die besten Apps für unterwegs: 

  • Windy für Regen, Wind und Wolken  
  • SpotAzores für Live-Webcams auf den Inseln  

Gerade SpotAzores ist Gold wert, wenn du spontan entscheiden willst, wo gerade gutes Wetter herrscht.

 

#4 Hab immer einen Plan B, C oder D

Auf den Azoren lernst du ziemlich schnell, flexibel zu werden. Das Wetter kann innerhalb kürzester Zeit umschlagen und manchmal liegt der Aussichtspunkt, auf den du dich seit Wochen freust, plötzlich komplett im Nebel. 

Deshalb lohnt es sich, nie nur einen festen Tagesplan zu haben. 

Der Trick auf den Azoren:
Spontan bleiben. 

Wenn im Norden Regen herrscht, scheint im Süden vielleicht gerade die Sonne. Wenn gerade noch Nebel die Aussicht versperrt, kann 20 Minuten später schönster Sonnenschein sein.  

Wir haben unsere Tage am Morgen anhand der Wetterapp grob geplant und während des Tages noch zehnmal umgeworfen. Aber genau deshalb sind Apps wie Windy oder SpotAzores so praktisch.  

Und ehrlich gesagt: Genau das macht die Azoren irgendwie auch besonders. Man entdeckt oft gerade dann die schönsten Orte, wenn man eigentlich etwas ganz anderes geplant hatte. 

Inselhopping auf den Azoren: Die perfekte Rundreise für 2 Wochen

#5 Du brauchst ziemlich sicher einen Mietwagen 

Öffentliche Verkehrsmittel gibt es zwar, wirklich praktisch sind sie aber selten. Viele der schönsten Orte liegen mitten in der Natur und sind ohne Auto nur schwer erreichbar. 

Denn wofür sind die Azoren bekannt:  

  • versteckte Wasserfälle  
  • Vulkanseen  
  • Thermalquellen  
  • abgelegene Küstenstraßen  
  • kleine Wanderparkplätze mitten im Nirgendwo  

Mit einem Mietwagen bist du deutlich flexibler und kannst spontan an Aussichtspunkten oder kleinen Dörfern anhalten. Und deine Pläne nach dem Wetter machen. 

Kleiner Tipp:
Unbedingt früh buchen. Gerade im Sommer werden Mietwagen auf den Azoren schnell knapp und überraschend teuer. 


#6 Die Straßen sind besser als viele denken

Ich hatte mich ehrlich gesagt auf Schlaglöcher, holprige Vulkanpisten und absolute Katastrophenstraßen eingestellt. Aber tatsächlich sind die Straßen überraschend gut ausgebaut. Zumindest auf den Inseln, auf denen ich unterwegs war. 

Trotzdem kann Autofahren dort anstrengender sein als gedacht: 

  • sehr steile Straßen  
  • enge Kurven  
  • dichter Nebel  
  • heftiger Regen  
  • plötzlich auftauchende Tiere  

Und damit kommen wir direkt zum nächsten Punkt. 

#7 Kühe haben hier gefühlt Vorfahrt 

Kein Witz. Kühe sind auf den Azoren wirklich überall. 

Auf Wiesen, neben Straßen und manchmal auch mitten auf der Fahrbahn. Tatsächlich gibt es auf einigen Inseln sogar mehr Kühe als Einwohner. 

Und ganz ehrlich sie gehören doch einfach zum Straßenbild dazu. 

Fun Fact:
Die Milch- und Käseproduktion ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige der Azoren. Deshalb findest du dort auch unfassbar guten Käse. 

 

#8 Es ist deutlich ruhiger, als viele erwarten

Man ist so ein bisschen “Am Arsch der Welt”. Der Fokus liegt komplett auf Natur, Ruhe und Entschleunigung. Genau das macht die Inseln für viele so besonders. Magst du gerne bisschen Trouble und Action bist du hier falsch.  

Statt Beachclubs, Hotelbunker bekommst du ganz viel Natur, Fischerdörfer und launisches Wetter.  

 

#9 Die Azoren sind kein typisches Badeparadies

Wer endlose weiße Sandstrände erwartet, wird überrascht sein. Auch wenn es neun Inseln sind, bestehen die Inseln größtenteils aus Steilküste und vulkanischer Landschaft. Viele Strände sind grau oder schwarz und fallen oft ziemlich steil ins Meer ab. 

Dazu kommen: 

  • starke Strömungen  
  • hohe Wellen  
  • relativ kühles Wasser  

Was es gibt, sind natürliche Pools aus Lavagestein und heiße Quellen direkt am Ozean. Ein absolut verrücktes Erlebnis. 

Wichtig:
Bei heißen Quellen im Meer unbedingt auf Warnhinweise und Gezeiten achten. Bei uns im April hätte ich bei manchen Locations Angst um mein Leben gehabt. 

Küstenausblicke im Norden der Insel

#10 Die Azoren sind ein Hotspot für Wale und Delfine 

Whale Watching auf den Azoren ist wirklich beeindruckend. 

Die Inselgruppe gehört zu den besten Orten Europas, um Wale und Delfine zu sehen. Insgesamt wurden hier bereits 28 Walarten gesichtet. UNnd jaaa, ich hab direkt zwei Touren gemacht, weil es einfach sooo ein krasses Erlebnis ist.  

Je nach Jahreszeit kannst du unter anderem entdecken: 

  • Pottwale  
  • Blauwale  
  • Finnwale  
  • verschiedene Delfinarten  

Früher wurde auf den Azoren tatsächlich Walfang betrieben. Heute setzt man stattdessen komplett auf nachhaltigen Tourismus und Forschung und die Azoren haben ziemliche starke Regeln. 

Dennoch gilt:
Buche nur Anbieter, die respektvoll mit den Tieren umgehen. Meine Empfehlung: 

 

Fazit: 

Du siehst die Azoren sind ein wirkliches Naturparadies, wenn man weiß, wie man sie am besten bereist. Sie sind vielleicht nicht den klassischen Sommerurlaub, aber genau das macht sie irgendwie so besonders. 

Warst du schon einmal auf den Azoren? Hast du noch Tipps?
Wenn die Inseln noch auf deiner Reise-Bucketlist stehen, dann könnte auch der folgende Beitrag interessant sein.  

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Ich bin Lisa. Weltenbummlerin, Abenteuerjunkie, Bergliebhaberin und vieles mehr. Wandern ist meine Leidenschaft und so versuche ich so viel Zeit wie möglich in der Natur zu verbingen.

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