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Wanderung im Kaunertal

Ein paar Tage im Kaunertal wandern. Eigentlich freue ich mich immer unglaublich auf ein paar freie Tage zum Wandern und um endlich mal neue Ecken in Tirol entdecken zu können. Aktuell sitze ich aber Zuhause und blicke auf meinen Hausberg. So wirklich Lust auf Berge habe ich gerade nicht. Ich habe totales Fern- und vor allem Meerweh. 

Wie gerne würde ich jetzt am Strand sitzen und einen Cocktail schlürfen. Stattdessen packe ich meine Wanderstiefel und Wanderstöcke ein und fahre Richtung Süden ins Kaunertal zum Wandern.

Keine drei Stunden später stehe ich inmitten dieser wundervollen Landschaft des Kaunertals und habe fast ein schlechtes Gewissen, dass ich beim Koffer packen noch so gar keine Lust auf Berge hatte. Umso bewusster genieße ich erst einmal diese Ruhe und lasse meine Blicke über die schroffen Gipfel gleiten.

Ja, liebes Kaunertal, ganz nach deinem Motto: “hohe Berge. große Momente.” hast du mich direkt vom ersten Moment an in deinen Bann gezogen!

In diesem Beitrag findest du einen guten Mix aus aussichtsreichen Gipfeltouren, gemütlichen Almwanderungen und Gründen, weshalb es sich lohnt mindestens einmal ins Kaunertal zum Wandern zu gehen.

Eins nehme ich vorweg: Es wird sicher nicht nur bei einem Besuch im Kaunertal bleiben.

Viel Spaß beim Lesen und ich übernehme keine Haftung für jede Menge Bergweh während des Lesen.

Ich durfte das Kaunertal im Rahmen einer Kooperation mit Tirol Werbung und dem TVB Tiroler Oberland – Erlebnisregion Kaunertal erkunden. Alles, was du in diesem Artikel liest, beruht auf meinen eigenen Erfahrungen und ist meine eigene individuelle Meinung.

Wandern im Kaunertal

Das Kaunertal – wo Ursprünglichkeit und Nachhaltigkeit großgeschrieben wird

Das Kaunertal ist ein Seitental im Tiroler Oberland und die wohl schönste Einbahnstraße Österreichs, eingebettet zwischen schroffen Berglandschaften, sanften Almwiesen, Gletscherzügen und tosenden Wasserfällen. 

Meine Freunde haben mich schon “gewarnt”: Du wirst einfach nur begeistert sein, denn das Kaunertal ist eines der schönsten und vielfältigsten Regionen zum Wandern. – Joa, recht hatten sie. Abseits von Massentourismus findet man hier noch viele ruhige Plätze und unberührte Landschaften. 

Das Kaunertal ist ein Paradies für Bergliebhaber und Wanderfreunde. Zahlreiche Gipfel (darunter auch viele 3000er), Almen und Highlights lassen sich hier erwandern. Hier lassen sich auf relativ kleinem Raum so viele landschaftliche Highlights entdecken. Selten ist es so einfach, so schnell auf Höhe zukommen. Auf vergleichsweise einfachen Wegen wirst du mit Panorama-Ausblicken belohnt.

Modellregion in Bezug auf den Klimawandel

Die Auswirkungen des Klimawandels sehen wir aktuell überall: heiße trockene Sommertage, gefolgt von heftigen Regenschauern und Hagel. Die steigenden Temperaturen machen auch im Hochgebirge den Klimawandel sichtbar. 

Das Kaunertal hat bereits früh erkannt, dass die unberührte Natur- und Kulturlandschaft, unglaublich wertvoll ist. Die Region setzt sich intensiv mit dem Thema Klimawandel auseinander und hat den Fokus auf den Erhalt der Natur gelegt. Die Region stellt sich den Bedingungen, die der Klimawandel auf die Natur und auch auf die Einheimischen und Gäste mit sich bringt, sie möchte sich an die Veränderungen des Klimawandels anpassen und eine möglichst ressourcen- und klimaschonenden Tourismus anbieten und Chancen bestmöglich zu nutzen.

Mit dem Klimaführer “Wandern im Kaunertal – genau mein Klima” bietet der Tourismusverband seinen Gästen Tipps und Informationen zum Wandern im Kaunertal unter den veränderten Bedingungen. Die Touren werden nach Schwierigkeit eingestuft und gehen dabei auch auf die Gefahren und Risiken im alpinen Raum ein.

Auf https://www.klimawandern-kaunertal.at/ können sich Gäste über das Wetter und die dazu empfohlenen Wanderungen informieren.

Mehr Infos dazu findet ihr hier.

Du möchtest mehr über nachhaltigen Tourismus in Tirol erfahren, dann bekommst du hier sämtliche Informationen.

Meine schönsten Wanderungen und To Do’s im Kaunertal

#1 Erlebniswanderung Kaunertal: Verpeilschlucht – Adlerblick – Knappensteig

Eine schöne und gemütliche Halbtageswanderung im Kaunertal, die viele Highlights auf nur kurzer Strecke bietet und für mich die perfekte Wanderung am Anreisetag ist. Von der kleinen Ortschaft Feichten führt mich der Weg zuerst zur neu eröffneten (August 2021) Verpeilschlucht. Über Steige und Treppen steige ich neben dem Wasserfall auf bis mich eine Hängebrücke über den Wasserfall auf die andere Seite bringt. Von hier aus sind es noch knapp 1 km bis ich die Aussichtsplattform Adlerblick erreiche. In einer Höhe von ca. 300 m über dem Tal bietet sich ein wundervoller Ausblick talein- und talauswärts. Dann tauche ich ein in die Vergangenheit des Kaunertals, denn der Weg zurück nach Feichten führt über den Knappensteig. Bis ins 18. Jhdt wurde hier Erz abgebaut, der stillgelegte Bergwerkstollen, sowie die Knappenlöcher können unterwegs bestaunt werden. Tafeln geben einen tieferen Einblick in die Geschichte.

Übersicht der Erlebniswanderung Kaunertal:
Gehzeit

ca. 2,5 - 3 Stunden

Distanz

ca. 5,5 Kilometer

Höhenunterschied

ca. 400 hm

Schwierigkeit

mittel

Anforderungen

Trittsicherheit

Startpunkt

Feichten

Ausblick vom Adlerblick
Ausblick vom Adlerblick über Feichten
Wanderung Verpeilschlucht
Wanderung durch die neue Verpeilschlucht
Hängebrücke Verpeilschlucht
Hängebrücke über den Wasserfall der Verpeilschlucht
Abstieg über den Knappensteig
Bergpanorama während des Abstiegs
Adlerblick
Aussichtsplattform Adlerblick
Wandern im Kaunertal
Kaunertal Panoramablick
Knappensteig Wanderung
Über den Knappensteig

#2 Kleine Verpeilrunde zur Verpeilhütte

Bei dieser Tour habe ich mal meinen Geländewagen (nicht!!) auf Off-Road-Tauglichkeit geprüft. Wer den Anstieg durch die Verpeilschlucht oder über den alten Steig sparen möchte, startet die recht einfache Wandertour am Parkplatz der Verpeilalm auf 1.835 m. Und ja, die Anfahrt ist ein Abenteuer für Leute und Autos, die ungerne schmale Schotterstraßen am Berg fahren. Ich habe es aber geschafft und mein Hoffen und Bangen, dass kein Gegenverkehr kommt wurde zum Glück erhört.

Von der Verpeilalm folge ich dem Wanderweg dem Uhrzeigersinn und nehme die rechte Abzweigung auf der Almwiese. Durch den Wald folge ich dem Steig entlang des Verpeilsbaches, der aktuell unglaublich viel Wasser hat. An der Brücke mache ich eine kurze Pause. Idyllischer könnte es nicht sein: das Panorama mit Verpeilbach, Wald und Schwabenkopf lädt einfach ein, ein paar Minuten innezuhalten und zu genießen. Nach der Querung des Baches sind es nur noch knapp 10 Minuten bis ich die Verpeilhütte, wunderschön eingebettet zwischen den steilen Fels Flanken, erreiche. Eine kurze Mittagspause mit Kaiserschmarrn und dann geht es auf dem Forstweg zurück zum Parkplatz.

Übersicht der kleinen Verpeilrunde:
Gehzeit

ca. 1h - 1,5 Stunden

Distanz

3,5 Kilometer

Höhenunterschied

ca. 250 hm

Schwierigkeit

einfach

Anforderungen

Spaß am Wandern

Startpunkt

Parkplatz Verpeilalm

Kleine Verpeilrunde
Kleine Verpeilrunde
idyllische Wanderung im Kaunertal
idyllische Wanderung im Kaunertal
Verpeilhütte im Kaunertal
Verpeilhütte im Kaunertal

#3 Thomas-Penz-Höhenweg

Wenn ich eine Wanderung im Kaunertal empfehle, dann genau diese. Während die Verpeilrunde bei vielen Wanderern auf dem Programm steht, ist die Wanderung auf dem Thomas-Penz-Höhenweg ein echter Geheimtipp.

Auf der kompletten Tour ist mir niemand begegnet, außer einer Herde Gämse, die im Sturzflug vor mir geflüchtet sind. 

Die ursprüngliche Wanderung beginnt in Feichten. Ich empfehle hier direkt den Aufstieg Richtung Kehm zu machen, denn so wandert man in Richtung Süden, d.h. das Gletscherplateau und der Stausee liegt in Blickrichtung.

Ich selbst starte meine Tour an der Langetsbergalpe und gehe dann durch den Wald Richtung Süden. Nach kurzer Etappe lichtet sich der Wald und ich darf mich an der etwas späteren Morgenstimmung erfreuen. Vor mir zeigen sich die hohen Gipfel des Schweikert,  Hochrinnegg, Schwabenkopf, Verpeilsspitze und Madatschtürme. Ein kurzer Aufstieg und dann um die Kurve und dann dann liegt er vor mir: der Gepatschferner und der Gepatschstausee. Wow! Da kommt mir die nächste Bank wie gerufen für ein kleines Päuschen. Weiter geht es nach Süden ohne große Höhenunterschiede, vorbei an Bachläufen und Wasserfällen und zwischen Heidelbeerbüschen und Almrosen hindurch. Immer wieder gibt es tolle Plätze, um den Rucksack mal abzusetzen und einfach nur die Aussicht zu genießen. Es folgt der Abstieg im Zickzack nach unten Richtung Tal. Ein kurzes Stück (die hinteren Kupplöcher) zu Beginn ist mit Drahtseil visiert, aber legt keine großen Schwierigkeiten auf. Im Tal angekommen, folgt man dem Bach bis zurück nach Feichten.

Eine wunderschöne Tour, die aber komplett der Sonne ausgesetzt ist, unterwegs gibt es keine Einkehrmöglichkeiten. Bitte denkt daran, bevor ihr los wandert 🙂 d.h. Sonnenschutz, genügend zu trinken und essen einpacken.

Übersicht zur  Wanderung auf dem Thomas-Penz-Höhenweg:
Gehzeit

6 - 7 Stunden

Distanz

13 Kilometer

Höhenunterschied

900 hm

Schwierigkeit

anspruchsvoller Aufstieg

Anforderungen

Kondition & Trittsicherheit

Startpunkt

Feichten

Eins dazu: Ich habe etwas geschummelt und den Aufstieg, sowie die Strecke im Tal ausgelassen, da ich nachmittags unbedingt noch zur Verpeilhütte wollte. Das ändert aber nichts daran, dass ich die Wanderung nochmals machen würde.

Wanderung auf dem Thomas Penz Höhenweg im Kaunertal
Wanderung auf dem Thomas Penz Höhenweg im Kaunertal
Morgenstimmung über dem Kaunertal
Morgenstimmung über dem Kaunertal
Pausenplatz auf dem Thomas Penz Höhenweg im Kaunertal
Pausenplatz auf dem Thomas Penz Höhenweg
Panoramaausblick während der Wanderung
Panoramaausblick während der Wanderung
Wanderung im Kaunertal auf dem Thomas Penz Weg
Blick bis zum Gletscherplateu

#4 Kaunertaler Gletscherstraße

Ein Besuch im Kaunertal wäre natürlich nicht vollständig ohne den Besuch der Kaunertaler Gletscherstraße. Bereits die Fahrt auf der “Tiroler Straße zum ewigen Eis” ist ein echtes Erlebnis. Von Feichten aus führt die Gletscherstraße, am Gepatsch-Stausee vorbei, in 29 Kehren von einer Höhe von ca. 1300 m auf 2.750 m. Entlang der Straße gibt es immer wieder Ausbuchtungen, für einen kurzen (oder längeren Stopp), denn es gibt viel zu sehen und entdecken. Sehenswerte Punkte sind markiert und geben Einblick in die Geschichte des Kaunertals. Durch den Rückzug des Gletschers ist hier eine unglaubliche Landschaft zum Vorschein gekommen. Beeindruckend ist auch, das man auf der Fahrt alle Vegetationsstufen der Alpen erlebt. Wo sonst kann man bitte in so kurzer Zeit die verschiedenen Zonen vom saftigen Grün bis zum Eis erleben?! 

Gletschermaut: für einen Tag € 25 pro PKW (bis zu 5 Personen). Wer mehrere Tage den Park besuchen möchte bekommt ein 2 Wochen-Ticket für € 40.

Gepatsch-Stausee
Der Gepatsch-Stausee hat ein Speichervolumen von 140 Mio. Kubikmeter Wasser. Die Stromerzeugung pro Jahr beträgt 620 Millionen Kilowattstunden. Viele der Wasserläufe, die im Kaunertal zu finden sind, laufen durch ein unterirdisches Stollensystem in den Stausee auf 2.000 Meter Höhe.

#5 Wanderung im hinteren Kaunertal: Kleiner Nörderberg mit Gletscherlehrpfad und Roten Felsen

Ich habe selten so eine schöne und abwechslungsreiche Gipfelwanderung erlebt, die von der ersten bis zur letzten Minute spannend und abwechslungsreich ist. Diese Wanderung ist gefüllt mit wundervollen Ausblicken auf den Gepatschferner, die roten Felsen und den Gepatschstausee.

Ausgangspunkt der Wanderung entlang der Kaunertaler Gletscherstraße ist der Parkplatz Ochsenalm. Von hier aus kann man schon das Gipfelkreuz erkennen. Nach der Brücke geht es über die grüne Weidefläche und geht dann rechts weiter dem Steig entlang. Immer mit Blick auf den Fernergries und die Gletscherzunge. Nach ca. 2 km erreicht man die Hirtenhütte. Perfekt für eine kurze Pause mit Blick auf den Gepatsch-Stausee. Ab hier sollte man auf die Markierungen achten, denn der Weg ist nicht immer erkennbar. Dann ändert sich die Vegetation: Es wird steiniger und felsiger – genau was ich liebe. Ein kurzer Anstieg und schon blitzt das Gipfelkreuz des Kleinen Nörderbergs hervor. Und hier erwartet mich ein unglaubliches 360°Grad Panorama: vom Stausee schweift mein Blicke über die roten Felsen und der Gletscherzunge, weiter über den Gletscher und die schroffe Bergwelt und auf der anderen Seite leuchtet der kleine Weißsee entlang der Gletscherstraße. Hier muss man definitiv gewesen sein. Eine Gipfelwanderung, die ich im Kaunertal empfehlen kann.

Ausblick vom Nörderberg auf den Gepatsch Stausee im Kaunertal
Ausblick vom Nörderberg auf den Gepatsch Stausee
Gletscherzunge des Gepatschferners
Gletscherzunge des Gepatschferners
Wanderung Kaunertaler Gletscherstraße - Blick Weißsee
Kaunertaler Gletscherstraße - Blick auf den Gletscher und Weißsee
Alpenrosen mit Kaunertaler Gletscherblick
Alpenrosen mit Kaunertaler Gletscherblick
Gipfelkreuz Nörderberg Wanderung
Gipfelkreuz in Sicht auf der Nörderberg Wanderung
Gletscherlehrpfad Gepatschferner

Der Abstieg erfolgt über demselben Weg. Ich möchte allerdings noch ein bisschen mehr sehen, die roten Felsen haben es mir beim Aufstieg schon angetan. Ca. 500 m vor dem Ausgangspunkt biege ich rechts ab auf den Gletscherlehrpfad Gepatschferner und wandere nun durch eine tolle Landschaft aus Trollblumen und den Resten der Alpenrose immer Richtung Gletscherzunge. Übrigens stehen hier die Chancen sehr gut, Murmeltieren zu begegnen. Kaum vorstellbar, dass das hier alles mal ein Gletschergebiet war und wie weit der Gletscher sich inzwischen zurückgezogen hat. Aber auch nur so können wir jetzt diese einmalige Landschaft aus roten Felsen, Gletscherschliffe und Wasserläufe bestaunen.

Dann besteht die Möglichkeit noch bis zur Gletscherzunge weiter zu wandern, allerdings nehme ich den Weg zurück und komme so direkt in diese unglaubliche Landschaft. Ich kann es kaum glauben. Ein Schritt und noch ein Foto – aus jedem Winkel denke ich mir – WOW WOW WOW! Ich komme mir vor wie in einem der Nationalparks in Amerika. Einfach unbeschreiblich! Mit dem Stausee im Blick geht es am Fluss entlang bis zum Parkplatz Fernergries – Endpunkt meiner heutigen Tour.

Wanderung Rote Felsen mit Gepatsch-Stausee
Wanderung Rote Felsen mit Gepatsch-Stausee
Wanderung zur Gletscherzunge im Kaunertal
Wanderung zur Gletscherzunge im Kaunertal
Rote Felsen im Kaunertal
Rote Felsen im Kaunertal
Übersicht der Wanderung auf den Nörderberg:
Gehzeit

4-5 Stunden

Distanz

10 Kilometer

Höhenunterschied

ca. 520 hm hoch | 750 hm runter

Schwierigkeit

mittel

Anforderungen

Trittsicherheit

Startpunkt

Parkplatz Ochsenalm

Über den Gepatschferner

Der Gepatschferner ist der zweitgrößte Gletscher Österreichs – nach der Pasterze am Großglockner. Den Höchststand hatte der Gepatschferner in 1850, seitdem zieht er sich immer mehr zurück. Heute hat er eine Fläche von knapp 18 km².

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#6 Aussichtsplattform 3-Länder-Blick

Einmal kurz über die Grenze hüpfen und wieder zurück? Das kannst du hier machen Ausgangspunkt ist der Parkplatz an der Karlesjochbahn, die wir auch nehmen werden, um nach oben zu kommen. Die Karlesjochbahn bringt mich auf 3.108 m Höhe, wo mir direkt der Wind um die Nase fegt. Hier stehe ich nun zwischen den umliegenden Dreitausender mit einem Bein in Österreich und dem anderen in Italien und lasse meinen Blick nach Südtirol und in die Schweiz gleiten.  

Bergbahnen Kaunertal:  täglich von 10:00-16:00 Uhr geöffnet | Berg- und Talfahrt: € 22,00 pro Person

Grenze Kaunertal Italien Österreich
Grenze Kaunertal Italien Österreich
Mit der Gondel zur Drei-Länder-Aussichtsplattform
Mit der Gondel zur Drei-Länder-Aussichtsplattform
Drei-Länder-Blick Kaunertal
Drei-Länder-Blick Kaunertal

#7 Begehbare Gletscherspalte

Vom Parkplatz der Karlesjochbahn gelangt man in knapp 10 Minuten Fußweg zur begehbaren Gletscherspalte. Das Eis aus nächster Nähe sehen und mehr darüber lernen – das ist hier möglich.

Wer noch tiefer in das Phänomen “Gletscher” eintauchen möchte, sollte an einer der kostenlosen Führungen teilnehmen. Täglich, von Montag bis Freitag um 11.00 Uhr.

In der Gletscherspalte
begehbare Gletscherspalte
begehbare Gletscherspalte

#8 Weißsee 

Fährt man einmal die komplette Kaunertaler Gletscherstraße entlang kommt man direkt am Weißsee vorbei, der schon von weitem mit seiner strahlenden Farbe auffällt. In knapp einer halben Stunde hat man den See einmal umrundet.

Weißsee an der Kaunertaler Gletscherstraße
Weißsee an der Kaunertaler Gletscherstraße

#9 Naturparkhaus Kaunergrat und Piller Moor 

Talauswärts befindet sich direkt am Naturparkshaus auf dem Piller Sattel am Gachen Blick im Kaunertal eine Aussichtsplattform. Von hier aus bieten sich Ausblicke ins Kauner- und ins Inntal. Ein kurzer Stopp lohnt sich, bevor es zum Parkplatz Piller Moor geht. Das Piller Moor ist eigentlich das perfekte Programm für einen Schlechtwettertag. Auf dem knapp 1 stündigen Rundweg im wohl schönsten Hochmoor Mitteleuropas bekommt man Einblicke in über Flora und Fauna und die Nutzung des Lebensraums. 

Für alle, die Moskitos genauso anziehen wie ich: sprüht euch ein, sonst seid ihr hier schneller durch als ihr gerne möchtet 😉

Übersicht zur Rundwanderung Piller Moor
Gehzeit

45 Minuten - 1 Stunde

Distanz

3 Kilometer

Höhenunterschied

ca. 30 hm

Schwierigkeit

leicht

Anforderungen

Moskitospray

Startpunkt

Parkplatz Piller Moor

Piller Moor Wanderung
Piller Moor Wanderung
Blaubeeren Piller Moor
Die kleinen Details am Wegesrand
Unterwegs im Piller Moor
Lehrpfad Piller Moor

Wandern im Kaunertal – Wann startet dein nächster Wandertrip?

Wie du siehst: Es gibt unglaublich viel zu entdecken. Innerhalb von drei Tagen habe ich hier so viel gesehen und erlebt. Das Kaunertal ist für mich bisher eines der schönsten Alpentäler, in welchem ich gewandert bin. Selten habe ich so eine abwechslungsreiche Landschaft gesehen. Egal ob einfache Almwanderung oder anspruchsvolle Gipfeltour, jede Tour bietet so unglaubliche Bilderbuch-Landschaften und viele Wow-Momente.

Ich habe entgegen meiner unmotivierten Kofferpack-Action jede Sekunde hier genossen und kann jedem nur empfehlen einmal ins Kaunertal zum Wandern zu fahren.

Glaubst du mir? Dann los in dein nächstes Wander-Abenteuer.

Wandern im Kaunertal

Informationen für deine Wanderreise ins Kaunertal

Wo liegt das Kaunertal eigentlich?

Zugegeben, ich musste auch erst einmal googlen, wohin mich meine Reise ins Kaunertal führt. Das Kaunertal liegt im Tiroler Oberland. Genauer gesagt ein Seitental auf dem Weg von Imst zum Reschenpass. Der Hauptort Feichten liegt auf knapp 1.300 m. 

Was macht das Kaunertal zu besonders?

Wer bis hierhin gelesen hat, kann sich die Frage fast von alleine beantworten. Das Kaunertal ist ein Paradies für Wanderer, die gerne eine unberührte Natur kennenlernen möchten, mal alleine unterwegs sind und sich an den verschiedenen Landschaftszügen erfreuen können. 

Wann ist die beste Zeit zum Wandern im Kaunertal?

Die beste Zeit zum Wandern ist von Juni bis Oktober. Besonders schön ist der Juni und Juli, wenn die Alpenrosen blühen, allerdings kann auf einigen Teilen auch noch mit Schneeresten gerechnet werden. Bei einem Schneereichen Winter, so wie in diesem Jahr auch keine Seltenheit. Auch im Oktober kann man teilweise schon mit Schneefällen rechnen. Aber wie immer in den Bergen gilt: Wetter immer prüfen. 

Wo übernachte ich während meiner Wanderreise im Kaunertal?

ich habe in Feichten im Kaunertaler Hof übernachtet. Ein gemütliches Plätzchen mit sehr netten Inhabern.

Welche Ausrüstung benötige ich für meine Wanderungen im Kaunertal?

Zuallererst hängt das natürlich davon ab, wo und auf welchen Wegen du unterwegs sein möchtest. 

Welche Ausrüstung ich immer dabei habe:

Kleidung:

  • Knöchelhohe Wanderschuhe mit guter Sohle
  • Softshell-Jacke*/Windbreaker
  • Buff*
  • Regenjacke
  • Wechsel-T-Shirt
  • Fleece

Technik:

Dir hat mein Bericht zum Wandern im Kaunertal gefallen? Dann freue ich mich auf deinen Kommentar. Vielleicht war ja deine Lieblings-Wanderung auch dabei oder du hast noch einen Tipp für mich 🙂

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Ich bin Lisa. Weltenbummlerin, Abenteuerjunkie, Bergliebhaberin und vieles mehr. Wandern ist meine Leidenschaft und so versuche ich so viel Zeit wie möglich in der Natur zu verbingen.

Comments:

  • 26. August 2021

    Liebe Lisa,
    Was für ein umfangreicher Artikel – wow….. 👌🏼
    Ich merk schon, wie die Kaunertal-Sehnsucht wieder ins Unermessliche wächst…. 🏔

    Liebe Grüße,
    Steffi

    reply...
  • 9. September 2021

    Liebe Lisa,
    wieder einmal so ein schöner Blogbeitrag mit phantastischen Bilder.
    So viel Inspiration … ich glaub da muss ich auch mal hin.
    Vielen Dank und weiterhin viel Spaß in den Bergen.
    Schöne Grüße
    Bine

    reply...

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