Winterurlaub in Flims Laax: zwischen Freestyle, Winterwandern & diesem besonderen Vibe
Manchmal hat man dieses komische Ziehen im Bauch, wenn man an einen Ort denkt. Ein Gefühl, das wieder hochkommt, sobald man sich an das Erlebte erinnert. Genau so geht es mir gerade, während ich diesen Artikel schreibe.
Flims Laax ist vor allem unter Ski- und Freestyler:innen bekannt. Warum das so ist, wollte ich natürlich selbst herausfinden. Ich war bereits im Sommer zum Wandern in der Region unterwegs und schon damals war klar: Ich komme wieder.
Und so bin ich dieses mal im Winter hier gelandet. Was mich sofort wieder einholt, ist dieser ganz eigene Vibe: Lässig, offen, kreativ.
Zwischen Laax und Flims eröffnet sich im Winter eine Landschaft, die nicht nur Skifahrer:innen anspricht, sondern auch all jene, die Lust haben, Neues auszuprobieren oder abseits der klassischen Pisten unterwegs zu sein. Genau diese Vielfalt macht die Region für mich so besonders.
Skifahren im weitläufigen Skigebiet, Langlaufen, Winterwanderungen und einfach eine gute Zeit haben. Dazu kommen schöne Unterkünfte, entspannte Cafés und Restaurants und eine Atmosphäre, die einen sofort einfängt.
In diesem Artikel nehme ich dich mit in meinen Winterurlaub in die Region Flims Laax Falera. Ich teile meine persönlichen Erfahrungen, erzähle von Aktivitäten, die auch bei nicht perfekten Bedingungen funktionieren, und gebe dir praktische Tipps. Du bekommst einen ehrlichen Einblick in die Region und sicherlich auch ein Gefühl dafür, ob Flims Laax im Winter etwas für dich sein könnte.

Fakten über Flims, Laax und Falera
Wo liegt Flims Laax Falera eigentlich?
Die Region Flims, Laax und Falera liegt im Schweizer Kanton Graubünden, nur rund 30 Minuten von Chur entfernt. Durch die Nähe zu Deutschland und Österreich ist sie auch für einen kürzeren Winterurlaub gut erreichbar – ideal für alle, die spontan ein paar Tage in die Berge möchten.

Was macht Flims Laax Falera im Winter so besonders?
Was die Region Flims Laax Falera im Winter wirklich auszeichnet, ist die Höhenlage. Ein Großteil des Skigebiets und der umliegenden Winterlandschaft liegt auf über 2.000 Metern Höhe. Genau das macht die Region zu einer der schneesichersten Winterdestinationen der Schweiz und ist damit besonders attraktiv für alle, die auch wirklich Winter wollen.
Hinzu kommt die Lage direkt am UNESCO-Welterbe Sardona. Das ist nicht nur landschaftlich sehr reizvoll, sondern erzählt auch viel über die Entstehung der Alpen.
Was Flims Laax aber mindestens genauso prägt, ist dieser besondere Vibe: jung, weltoffen, genussvoll und mit einer Leichtigkeit, die man sofort spürt.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist das gelebte Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Die Region zeigt, wie Wintersport und Verantwortung gut zusammengehen können.
Nachhaltigkeit im Skigebiet – geht das überhaupt?
Flims Laax Falera verfolgt seit Jahren das Ziel, langfristig energietechnisch möglichst unabhängig zu werden und zählt damit zu den Vorreitern im alpinen Raum.
Die Bergbahnen setzen verstärkt auf erneuerbare Energien. Ein Großteil des Stroms stammt aus Wasserkraft, zusätzlich wird Solarenergie genutzt. Auch bei der Beschneiung wird darauf geachtet, effizient und ressourcenschonend zu arbeiten.
Das Skigebiet bleibt modern, leistungsfähig und sportlich, gleichzeitig wird Verantwortung übernommen. Die Infrastruktur ist darauf ausgelegt, möglichst viele Menschen mit möglichst wenig zusätzlichem Verkehr zu bewegen – ein klarer Pluspunkt.
Flims-Laax-Falera in Zahlen
Auch wenn Zahlen nie das Gefühl ersetzen können, geben sie einen guten Überblick über die Vielfalt der Region:
- Über 216 Pistenkilometer
- 70% des Skigebiets über 2000 m
- Freestyle: 5 Snowparks mit über 90 Ostacles, eine Pro Kicker Line, eine Minipipe sowie die größte Halfpipe der Welt
- Freeride: 10 gelb markierte Routen
- Über 100 km Winterwander- und Spazierwege
- 62 km Langlaufloipen
- Der längste Baumwipfelpfad der Welt
- 4 Rodelbahnen
- Indoor Freestyle Academy

Die besten Winteraktivitäten in Flims Laax
Was ich an Flims Laax besonders schätze, ist die Vielfalt im Winter. Man ist nicht auf eine Aktivität festgelegt, sondern kann je nach Lust, Wetter und Tagesform entscheiden, wie aktiv oder ruhig der Tag werden soll. Neben Skifahren und Snowboarden gibt es viele Möglichkeiten, die Region auch abseits der Piste zu erleben.
#1 Skifahren in Flims Laax – schneesicher auf über 2.000 Metern
Skifahren gehört zu einem Winterurlaub in Flims Laax einfach dazu – und ist immer noch eine meiner absoluten Lieblingswinteraktivitäten. Obwohl ich am Alpenrand wohne, habe ich in den Wochen davor kaum Schnee gesehen. Der Winter ließ bei uns lange zu wünschen übrig. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass Frau Holle pünktlich zu meinem Aufenthalt ihre Arbeit wieder aufgenommen hat. Auch wenn das hieß: viel Neuschnee, teils schlechte Sicht und wechselnde Bedingungen.

Das Skigebiet Flims Laax Falera im Detail
Das Skigebiet Flims Laax Falera gehört zu den größten zusammenhängenden Skigebieten der Schweiz und erstreckt sich über mehrere Bergzüge und Höhenlagen.
Die drei Orte sind über Bergbahnen miteinander verbunden, sodass man das gesamte Gebiet flexibel erkunden kann.
Auf die Bretter und los
Ein zentraler Dreh- und Angelpunkt ist die Bergstation Crap Sogn Gion. Von hier aus lassen sich viele Bereiche des Skigebiets erschließen. Während meines Aufenthalts war wetterbedingt nur bis hier geöffnet – und trotzdem hatte ich nie das Gefühl, etwas zu verpassen.
Die Pisten sind großzügig angelegt, übersichtlich und laden dazu ein, einfach loszufahren. Mal sportlicher, mal ganz entspannt. Gerade diese Vielseitigkeit macht das Skifahren hier so angenehm. Wer möchte, bleibt in den höheren Lagen, wer Abwechslung sucht, kann sich Richtung Flims vorarbeiten und die langen Talabfahrten genießen.
Gerade an Tagen mit eingeschränkter Sicht habe ich gemerkt, wie gut das Gebiet strukturiert und markiert ist. Für mich ein wichtiger Punkt, denn Winter ist nicht immer Postkartenwetter und genau dann zeigt sich, wie angenehm ein Skigebiet wirklich ist.
An Tagen mit besserem Wetter geht es im Skigebiet sogar noch deutlich höher hinaus, bis zum Vorabgletscher. Der Gletscherbereich liegt auf über 3.000 Metern und sorgt nicht nur für zusätzliche Schneesicherheit, sondern auch für ein ganz anderes alpines Gefühl.


#2 Freestyle in Laax: Mein Freestyle Beginner Kurs mit der LAAX School
Laax und Freestyle gehören einfach zusammen. Und obwohl der Winter für mich eine meiner liebsten Jahreszeiten ist und ich so viel wie möglich draußen unterwegs bin, gab es da lange eine Welt, die für mich eher aus der Ferne existiert hat: Freestyle. Snowparks. Halfpipe.
Exkurs: Wie Laax zur Freestyle-Hochburg wurde
Laax gilt heute als eines der wichtigsten Freestyle-Zentren Europas. Dass Laax heute so ist, wie es ist, kommt nicht von ungefähr. Der Freestyle-Lifestyle in Laax geht maßgeblich auf die Vision von Reto Gurtner zurück. Inspiriert von der kalifornischen Surf-und Skating-Szene wollte er diesen Vibe mit in die Alpen bringen. Gemeinsam mit Menschen aus der Szene, unter anderem Reto Poltéra, wurde diese Idee später auf den Schnee gebracht und prägt Laax bis heute. Allerdings wollte er, dass Freestyle nicht eine Randerscheinung ist, sondern Teil der Identität und für jeden zugänglich ist.
Mit der Zeit entstanden professionelle Snowparks, internationale Wettbewerbe und Trainingsmöglichkeiten auf höchstem Niveau. Gleichzeitig wurde aber immer Wert darauf gelegt, Einsteiger:innen mitzunehmen. Angebote wie die Freestyle Academy und die Kurse der LAAX School machen es möglich, sich dem Thema ohne Druck und in einem sicheren Rahmen zu nähern.
Raus aus der Komfortzone: Mein Freestyle Beginner Kurs
Als Jugendliche, damals noch auf dem Snowboard, habe ich den Leuten im Park zugeschaut. Ich fand es spannend, beeindruckend und irgendwie richtig cool. Getraut habe ich mich selbst aber nie. Zu viel Respekt, zu wenig Selbstvertrauen.
Bis ich jetzt Laax wieder damit konfrontiert werde. Vermutlich noch mehr als jemals zuvor, denn die letzten Jahre habe ich das gekonnt an mir vorbei ziehen lassen. Laax ist aber ein Ort, an dem Freestyle nicht nur dazugehört, sondern gelebt wird. Und wenn es einen Platz gibt, an dem man sich ganz ohne Druck an dieses Thema herantasten kann, dann ja wohl genau hier. Also raus aus der Komfortzone und rein in die Freestyle-Welt.
Und so stehe ich jetzt hier oben und blicke in die größte Halfpipe der Welt… erst einmal ziemlich einschüchternd. Und genau deshalb habe ich mich bewusst für einen Freestyle Beginner Kurs bei der LAAX School entschieden.


Obstacles, Jumps und ich mitten drin
Aber fangen wir mal klein an. Der Kurs findet natürlich erstmal im Beginner Snowpark statt. Die großen sind zum Zuschauen gedacht. Denn der Fokus liegt nicht auf großen Sprüngen oder spektakulären Tricks, sondern auf den Grundlagen. Wie fahre ich sauber über ein Obstacle? Wie springe ich kontrolliert ab? Wie lande ich stabil? Und vor allem: Wie gehe ich mental an das Ganze heran?
Was mir besonders gefallen hat: Beim Freestyle geht es nicht darum, etwas perfekt zu machen. Es geht darum, kreativ zu sein, sich auszuprobieren und Neues zu wagen. Stürze gehören dazu und sind kein Scheitern, sondern Teil des Lernprozesses. Genau diese Haltung hat mir unglaublich viel Druck genommen.
Am Ende des Kurses war ich zwar keine Freestylerin. Aber ich hatte Spaß. Und ich habe gemerkt, dass diese Welt gar nicht so weit weg ist, wie sie lange gewirkt hat. In Zukunft werde ich mich definitiv öfter trauen, kleine Jumps und vielleicht auch die ein oder andere Box mitzunehmen.
Mein Coach Chiara engagiert sich zudem gezielt für mehr Frauen im Freestyle-Sport – ein Ansatz, der perfekt zu Laax passt und den offenen Charakter der Szene widerspiegelt.
Einmal im Jahr, im Januar, finden hier außerdem die LAAX Open statt – eines der renommiertesten Freestyle-Events weltweit. Spätestens dann wird klar, welchen Stellenwert Freestyle in dieser Region wirklich hat.

#3 Schneeschuhwandern im UNESCO-Welterbe Sardona
Die UNESCO Weltnaturerbe Tektonikarena Sardona war für mich kein unbekannter Ort. Bereits im Sommer habe ich hier meine Wanderschuhe geschnürt und mich intensiv mit der Region beschäftigt. Schon damals hat mich diese Landschaft ziemlich beeindruckt, denn kaum irgendwo kann man die Geschichte so gut sehen wie hier.
Dieses Mal mit Schneeschuhen unterwegs bin ich noch tiefer eingetaucht: Begleitet wurden wir von Christian Sutter, einem erfahrenen GEO Guide. Und das hat für mich einen großen Unterschied gemacht hat. Nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch inhaltlich. Er hat uns nicht nur sicher durch das Gelände geführt hat, sondern vor allem eines getan hat: die Zusammenhänge erklärt.



UNESCO-Welterbe Sardona
Der UNESCO-Welterbe Sardona bietet nicht nur eine unglaublich faszinierende Kulisse, sondern ist ein Ort mit Geschichte. Während wir über den verschneiten Segnesboden gehen, wird greifbar, warum diese Landschaft so besonders ist. Die Entstehung der Alpen, die Gesteinsschichten, die hier sichtbar werden, die enorme Kraft, die über Millionen Jahre gewirkt hat.
Der Flimser Stein ist dabei ein zentrales Element. Einer der größten Bergstürze der Alpen ereignete sich hier und hat diese Landschaft maßgeblich geformt hat. Was uns heute so viele Möglichkeiten bietet, ist das Ergebnis einer gewaltigen Naturkatastrophe. Der Blick wandert weiter zu den Tschingelhörnern, deren markante Zacken zur Glarner Hauptüberschiebung gehören – einem geologischen Phänomen von weltweiter Bedeutung und der Grund, warum dieses Gebiet zum UNESCO-Welterbe zählt.
“Die magische Linie” im Gestein zeigt, wie ältere Gesteinsschichten über jüngere geschoben wurden.
Im Winter wirken diese Dimensionen noch eindrücklicher. Was ich am Schneeschuhwandern im Sardona-Gebiet besonders schätze, ist dieser bewusste Gegensatz zum Skigebiet.

Ein wichtiger Hinweis: Schneeschuhwandern ist nichts Spontanes. Gerade bei Neuschnee und in alpinem Gelände gehört Respekt einfach dazu. Wir waren mit LVS-Geräten unterwegs, haben über Lawinensituation, Routenwahl und sichere Bewegungen gesprochen.
Diese Tour hat mir einmal mehr gezeigt, wie viel Tiefe ein Winterurlaub haben kann, wenn man sich Zeit nimmt und bereit ist, genauer hinzuschauen.
#4 Unterwegs auf dem Baumwipfelpfad im Winter
Nach den Tagen im Skigebiet und in den Bergen ist der Baumwipfelpfad eine willkommene Abwechslung um einen Gang runterzuschalten. Die Senda dil Dragun verbindet Laax Dorf und Laax Murschetg miteinander und führt auf rund 1,5 Kilometern Länge etwa 30 Meter über dem Boden durch die verschneiten Baumwipfel.
Im Winter wirkt der Pfad ganz anders als in den wärmeren Monaten. Still. Reduziert. Fast ein bisschen märchenhaft. Alles, was man hört ist das Knirschen unter den Schuhen, das mich auf dem Holzsteig begleitet, während ich meinen Blick über die winterliche Landschaft gleiten lasse.
Der Einstieg ist an beiden Enden möglich. Entlang des Weges informieren mehrere Erlebnisstationen mit Naturtafeln über einheimische Tiere, Pflanzen und Baumarten. Auch im Winter bleibt der Pfad gut begehbar und sicher, während die interaktiven Elemente geschlossen sind.
Für mich war der Spaziergang über den Baumwipfeln eine schöne Ergänzung zu den aktiveren Wintertagen. Eine Möglichkeit, Flims Laax aus einer anderen Perspektive zu erleben und den Winter einmal ganz ruhig auf sich wirken zu lassen.
Ein kleiner Hinweis für alle, die auch im Sommer hier unterwegs sind: Dann zeigt sich der Pfad deutlich lebendiger. Mit Rutschbahn, Zipline und weiteren Elementen wird er zu einem echten Abenteuerplatz. Im Winter hingegen steht ganz klar die Ruhe im Vordergrund.



Öffnungszeiten:
November – April: 10.00 – 15.30 Uhr (Räumung Pfad um 16.00 Uhr)
rocks Park Tower (Vertical Drop, Zipline, Rutschbahn): geschlossen
Mai – Oktober: 9.00 – 18.00 Uhr (Räumung Pfad um 18.30 Uhr)
Preise: Tageskarte: Erwachsene 22 CHF | Kinder 12 CHF
Aufpreis für rocks Park Tower
#5 Langlaufen – sportlich unterwegs abseits der Piste
Langlaufen gehört für mich zu den Winteraktivitäten, die oft unterschätzt werden. Dabei ist es eine der schönsten Möglichkeiten, die Landschaft bewusst wahrzunehmen und gleichzeitig in Bewegung zu bleiben.
In der Region Flims Laax Falera steht ein gut ausgebautes Loipennetz mit rund 60 Kilometern zur Verfügung. Die Loipen verteilen sich auf mehrere Teilgebiete rund um Flims, Laax und Trin und liegen überwiegend auf sonnigen Hochflächen. Sowohl klassische Läufer:innen als auch Skater:innen kommen hier auf ihre Kosten.
Charakteristisch für das Langlaufen in dieser Region ist die Offenheit der Landschaft. Viele Strecken verlaufen durch weite Ebenen, entlang von Wäldern oder mit Blick auf die umliegende Bergwelt. Durch die Höhenlage sind die Bedingungen meist sehr gut und lange stabil.
Schneesicher ist vor allem die Loipe im Hochtal Bargis. Sogar so, dass ich meine Runde umplanen musste, da aufgrund von starken Schneefällen der Bus nicht bis Bargis fahren konnte.
So bin ich schließlich in Plaun gelandet. Die Langlaufloipe Plaun liegt mitten im Skigebiet von Flims Laax und ist dennoch überraschend ruhig.
Die Loipen sind gut präpariert und klar ausgeschildert. Durch die unterschiedlichen Längen und Profile eignen sie sich sowohl für Einsteiger:innen als auch für geübtere Langläufer:innen.
(Um die Loipen nutzen zu können wird ein Loipenpass benötigt: Tageskarte 12 CHF & Wochenkarte 50 CHF )


#6 Freestyle Academy LAAX
Die Freestyle Academy LAAX ist ein fester Bestandteil dessen, was Laax ausmacht. Es ist natürlich eine super Alternative für Schlechtwettertage, aber auch so ist die Freestyle Academy einen Besuch wert.
In der Freestyle Academy dreht sich alles um Grundlagen. Balance, Koordination, Körpergefühl. Ganz unabhängig davon, ob man Ski oder Snowboard fährt, skatet oder einfach neugierig ist. Auf rund 2.000 Quadratmetern bietet die Halle verschiedenste Trainingsmöglichkeiten. Trampoline, Foam Pits, Skateramps und weitere Flächen erlauben es, Bewegungsabläufe zu üben, ohne direkt auf Schnee unterwegs zu sein.
Gerade für Einsteiger:innen ist das ein großer Vorteil. Man kann Bewegungen ausprobieren, Fehler machen und wiederholen, ohne Angst vor harten Stürzen haben zu müssen. Alles ist darauf ausgelegt, Sicherheit zu geben und Vertrauen aufzubauen. Viele Bewegungen, die später auf Schnee wichtig sind, lassen sich hier ganz ohne Risiko üben.
Auch hier habe ich mich hier für einen Einsteiger Kurs entschieden. Nicht, weil ich ein klares Ziel hatte, sondern weil ich neugierig war. Gemeinsam mit einem Coach ging es um die Basics des Trampolinspringens. Körperspannung, Absprung, Landung. Schritt für Schritt. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht und dann kam sogar dieser Moment, mit dem ich selbst nicht gerechnet hätte. Nach mehreren Versuchen, mit viel Anleitung und noch mehr Überwindung, habe ich meinen ersten Salto vom Trampolin ins Schaumstoffkissen geschafft.
(Eintritt ab 24 CHF 1 Std.)



Übernachten in Flims Laax: Das Riders Hotel in Laax
Während meines Winteraufenthaltes habe ich in Laax im Riders Hotel übernachtet und und es hätte kaum besser passen können.
Wenn du den Freestyle-Vibe von Laax wirklich erleben möchtest und zudem wert auf Nachhaltigkeit legst, dann ist das Riders Hotel auch für dich die richtige Wahl. Das Riders spiegelt den Charakter von Laax wider: Sportlich, offen und bewusst reduziert.
Die Lage mitten in Laax macht es zum perfekten Ausgangspunkt für Wintertage. Morgens ist man schnell draußen, die Bergbahn ist zu Fuß erreichbar und nur wenige Schritte entfernt befindet sich auch der Bushaltestelle. Die Zimmer sind schlicht und funktional, ohne unnötigen Schnickschnack.
Was das Riders für mich besonders macht, sind die offenen Räume. Die Lobby ist Treffpunkt, Wohnzimmer und Bar zugleich. Hier trifft man auf Menschen, die wegen des Sports, der Natur und genau dieses Lebensgefühls nach Laax kommen. Und für alle die gerne feiern, im Hauseigenen Club finden immer wieder kleinere Events und DJ-Abende statt.
Bewusstes Design, ein klarer Umgang mit Ressourcen und ein Konzept, das zu Greenstyle passt, ziehen sich durch das gesamte Haus.
Auch kulinarisch geht das Riders konsequent seinen eigenen Weg. Das Restaurant ist komplett vegetarisch und vegan ausgerichtet. Etwas, das in alpinen Regionen nach wie vor eine Seltenheit ist.

Alternative Unterkunft in Flims: Das Me and All Hotel Flims, By Hyatt
Wenn du es etwas ruhiger magst und bewusst Abstand vom Trubel in Laax suchst, dann ist das Hyatt Me and All Flims eine sehr gute Alternative. Ich war bereits im Sommer dort und habe das Hotel als angenehmen Rückzugsort erlebt. Ein weiterer Vorteil ist der Wellnessbereich. Wer nach Skitagen, Winterwanderungen oder Schneeschuhtouren bewusst entspannen möchte, findet hier genau den richtigen Rahmen.
Restaurant-Empfehlungen in Flims & Laax
In Laax findet man genau diese Mischung aus guter Küche, lockerer Atmosphäre und kurzen Wegen. Viele Restaurants sind fußläufig vom Riders Hotel erreichbar und man entscheidet oft ganz spontan, worauf man Lust hat.
Riders Hotel, Laax Murschetg
Das Restaurant im Riders Hotel ist – wie bereits beschrieben – komplett vegetarisch und vegan ausgerichtet. Auf der Karte stehen kreative, moderne Gerichte mit Fokus auf saisonale Zutaten. Bowls, Pasta, Gemüsegerichte und wechselnde Specials. Für mich passt dieses Konzept perfekt zum Free- und Greenstyle von Laax.
https://www.ridershotel.com/restaurant
S’nani
Im s’nani stehen regionale Produkte im Mittelpunkt. Die Küche erinnert an Großmutters Rezepte, wird aber modern und zeitgemäß interpretiert.
https://www.peaks-place.com/restaurant-snani-laax/
Ikigai
Das Ikigai bringt Abwechslung auf den Tisch. Asiatisch inspirierte Küche, modern interpretiert. Shushi, Bowls, Currys, kleine Gerichte zum Teilen. Gerade nach einem Skitag eine schöne Alternative.
https://www.laax.com/restaurant/ikigai
cafedeli Laax
Das cafedeli ist ein klassischer Anlaufpunkt für guten Kaffee. Es gibt Frühstück, Kuchen, kleine Snacks und einfache warme Gerichte.
https://www.laax.com/restaurant/piazza
Caffé NoName
Der perfekte Ort zum Abhängen: das hippe Caffè NoName auf Crap Sogn Gion. Neben verschiedenen Kaffeespezialitäten bekommst du hier Suppen und einfache Mittagsgerichte mit Bergblick. Von hier hast du außerdem einen direkten Blick auf die größte Halfpipe der Welt und kannst den Profis beim Training zuschauen.
LESETIPP
Wenn du Laax ohne Schnee erleben willst, dann schau gerne bei meinen Empfehlungen für den Sommer vobei.
Praktische Tipps für deinen Winterurlaub in Flims Laax
Anreise und Mobilität nach Flims
Mit dem Auto:
Flims-Laax erreichst du bequem über die Autobahn A13.
Ab Zürich brauchst du rund 1 Stunde 45 Minuten, ab Chur nur etwa 30 Minuten.
Nach der Ausfahrt Reichenau führt die Strecke durch eine wunderschöne Berglandschaft – schon die Anfahrt ist also ein kleines Erlebnis.
Mit dem Zug & Bus:
Wer lieber mit öffentlichen Verkehrsmitteln reist, kommt ebenfalls problemlos ans Ziel. Ab München oder Deutschland fährst du am besten über St. Margrethen bis Chur.
Von dort bringt dich das Postauto im Halbstundentakt in rund 40 Minuten direkt nach Flims oder Laax.
Mobilität vor Ort
In Flims-Laax-Falera lässt sich dein Urlaub wunderbar ohne Auto gestalten, was nicht nur entspannter, sondern auch nachhaltiger ist.
Das Postauto verkehrt regelmäßig zwischen Flims, Laax und Falera sowie viele Ausgangspunkte wie z.B. Bargis. Mit der Gästekarte (die du beim Check-in in deiner Unterkunft erhältst), kannst du zahlreiche Verbindungen kostenlos nutzen.
Sprache
In Flims-Laax-Falera zeigt sich eine spannende sprachliche Vielfalt. Während Deutsch in Flims vorherrscht, ist in Laax und Falera Rätoromanisch (Sursilvan-Dialekt) eine offizielle Landessprache.
Dennoch: In der gesamten Region kommst du problemlos mit Deutsch weiter.
Wegmarkierung und Orientierung
In Flims-Laax-Falera ist Orientierung besonders gut gelöst:
- Die ausgeschrieben Winterwanderwege sind mit pink Wegweisen ausgeschildert.
- Bei den Bergbahnen und Busstationen findest du übersichtliche Beschilderung und Hinweise
Mein Tipp: Lade dir vor deiner Tour dennoch eine GPX Datei oder offline Karte herunter – so bist du immer sicher unterwegs.

Mein Fazit: oh yes, i like it!
Wie ich schon im Sommer vermutet hatte: Die Region im Winter hat mich auch sofort begeistert. Besonders der gelebte Freestyle Vibe hat mich sofort abgeholt. Skifahren spielt hier natürlich eine große Rolle, aber es ist längst nicht alles. Auch abseits gibt es unglaublich viel zu entdecken.
Warst du schon einmal im Winter hier? Wie hat es dir gefallen? Ich freue mich über dein Feedback und deine Erfahrung in den Kommentaren.
*Ich durfte die Region im Rahmen einer Kooperation mit der Flims Laax Falera Management AG erkunden. Alles, was du jedoch in diesem Artikel liest, beruht auf meinen eigenen Erfahrungen und Meinungen.
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